Das ist unserer Weisheit sicherster Schluß: keine Wirkung kann und konnte je verloren gehen.

Wenn ich meine Hand auf diesen Holzstoß hier lege, so zittert die Kraftwelle durch alle Ewigkeit, ewig individualisiert, ewig zu finden, im Brennspiegel der Kräfte wieder zu konzentrieren, zu fangen für den, der — einen Brennspiegel besitzt.

Das ist das Grundgesetz alles Geschehens, aller „Natur“ — aller Gott-Natur.

Der Urgrund der Dinge, der dieses Gesetz gesetzt hat, hat die Unsterblichkeit zugleich mit gesetzt. Der Spiegel aber — und hier liegt die zweite, die eigentlich krönende Tat — ist in unserer Hand. Nun ist nur noch eines nötig: unendliche Zukunft. Und in diese Unendlichkeit vor uns hinein wird die ganze Unendlichkeit hinter uns wieder auferstehen.

Der Specht oben rief wieder sein Glück, Glück, Glück.

Wie der Ton verschwebte, verschwebte mein Träumen durch den herben Frühlingstag.

Er ist noch herb, unser Frühling. Eine junge Menschheit sind wir, in den Anfängen erst. Halb schwankt der Zauberspiegel noch in einer Kinderhand.

Aber wie sonnig ist, daß alle unsere Wege zum gleichen Ziele aufwärts lenken.

Religiöses Schauen wirft den Auferstehungsgedanken uns wie einen Blitz zu, der im Moment für alles andere zu blenden scheint. Aber die Wissenschaft taucht auf, ohne Glanz, keuchend in schwerer Arbeit. Doch die Idee umgoldet sie, und nun wird offenbar: sie ist auf dem gleichen Wege. Und die Dichtung, ihr oft so fremd, erscheint nur als ihre eigene Krönung, ihre Vollendung in das Lebendige hinein, das die zeugende Tat ewig hat, während die Zerstückelung es nie erreicht.

Indizienbeweis! Er genügt mir auch für die große Weltenfrühlingswelt, wie Specht und Borkenkäfer für die kleine im märkischen Kiefernwald.