Endlich 1895 kam es zu neuer Aussaat.
Reichlicher als früher wurde diesmal der Boden gedüngt. In größerem Stil als je wurde alles aufgenommen. Alle Befruchtungen wurden mit raffiniertester Gewissenhaftigkeit künstlich unter Dütenschutz vollzogen, die Statistiken mit polizeilicher Sorgfalt geführt.
Und abermals wuchs eine Generation auf, eine einjährige diesmal, abermals vierzehntausend Individuen. Und staunenswertes Resultat: die Artbildung warf abermals Wellen, stärker als je zuvor.
Da standen unter den Vierzehntausend zunächst sechzig Nanella-Zwerge.
Dann dreiundsiebzig Lata-Dickköpfe.
Und endlich acht Rotnervchen.
Wie aber diese Rubrinervis das vorige Mal als einzige ihrer Art plötzlich aufgetaucht war, so erhob sich diesmal aus seiner Rosette ein Einzelindividuum je von zwei nochmals völlig neuen Arten.
Der eine dieser Revolutionäre auf eigene Faust war im Gegensatz zu den Zwergen ein Riese, kräftig, breitblätterig, mit gewaltigen Blüten bei kurzer Frucht.
Augenblicks, da das gelbe Feld der Vierzehntausend von 1895 in Flor trat, stachen diese Prachtblüten aus der Menge vor. Nie vorher konnte ein Exemplar solcher Größe dabei gewesen sein, — es war schlechterdings eine Neuheit wieder. Und doch eine Neuheit vom alten Stamm, — vom einen Stamm, der jetzt in der vierten Generation streng nachweislich reine Lamarckiana-Zucht war!
Gigas wurde der Riese mit Recht benannt.