Doch die Kreide neigt sich zu Ende, und die Hochflut ebbt. Jetzt nicht bloß zu einer kurzen Pause des Kräftesammelns wie zwischen Jura und Kreide, sondern als Beginn eines wirklichen neuen Zeitalters offensichtlich wieder größerer Verlandung, als das sich die ganze Restzeit zwischen Schluß der Kreide und heute fortan vor Augen stellen soll. Gerade jetzt aber wird entscheidend, was denn nun wirklich inmitten der riesigen zweiten Sintflut an Festland im dauernden Kartensinne erlegen war. Eine ganze Masse Wassereroberung, so sieht man sofort, wird sich wieder einmal nicht halten lassen. So der Quereinbruch durch ganz Südamerika, der Längseinbruch durch das westliche Nordamerika, das Untertauchen Hinterindiens und der Sundainseln. Diese Stellen sind, damals zunächst versumpfend, bis heute in aller Folge doch wieder Land geblieben. Wirklich zerstört aber erweist sich nach Ablauf der cenomanischen Sintflutwasser jetzt das südatlantische Stück von Gondwanaland, also die frühere Landfeste zwischen Afrika und Amerika. Und aufs äußerste angegriffen erscheint ebenso die Atlantis zwischen Grönland und Europa. Auch hier ist wohl nurmehr eine Brücke aus den Fluten wieder aufgetaucht, die immerhin auch die echte amerikanische Westküste südlich von Grönland zunächst noch für eine Weile erreicht haben mag. Die Reste dieser Brücke sollten noch längere Zeit bestehen; aber aufhalten konnten auch sie zuletzt den endgültigen Zusammenbruch auch hier nicht mehr. Das Ergebnis ist kurz: inmitten der verwischenden Sintflut der Kreide war Gondwanaland südlich endgültig in Verfall gebracht, und nördlich hing die uralte große Atlantis buchstäblich nur noch an einem Faden.

Die nächste und letzte Stufe der großen geographischen Fortentwicklung zeigt dann die Karte des älteren Abschnitts der folgenden Tertiärperiode. Sie gibt auf der einen Seite noch so deutlich die Sachlage vom Ende der Kreidezeit nach Abflauen der cenomanischen Sintflut wieder, daß es erübrigt, für dort eine besondere Karte zu zeigen. Andrerseits aber weist sie auch schon so klar den Rest des Umschwungs zu heute, daß sie recht eigentlich als Abschlußbild der ganzen geologischen Geographie in ihren Grundzügen, wie wir sie ohne Eingehen in Detailfragen hier verfolgt haben, gelten kann.

Die Tertiärzeit (im Namen als das dritte Haupt-Weltalter bezeichnet, obwohl es sich, wenigstens zeitlich, nur um eine Einzelperiode wie Kreide oder Jura handelt) erinnert in gewissen Zügen wieder an die alte Steinkohlenzeit. Auch in ihr grünt ein auffällig großartiger Pflanzenwuchs auf Erden, auch in ihr findet eine außerordentlich starke Gebirgsbildung, die erste ganz große wieder seit dem Karbon selbst, statt, und auch auf sie folgt eine Eiszeit, sehr viel umfassender und wirksamer noch als die alte in Gondwanaland. Näher besehen, ist aber doch vieles auch so grundanders. Die Wälder bilden durchweg nicht mehr baumgroße Farnkräuter, sondern höhere Pflanzen. Die zahllosen großen Wirbeltiere, die darin hausen, leiten nicht, wie damals, die Saurierzeit erst ein. Ausgelebt ist vielmehr diese so kennzeichnende Urweltschöpfung. Mit Ausgang der Kreideperiode sind durch eine rätselhafte Ursache fast alle diese seltsamen Sauriergestalten in Wasser wie Land dahingeschwunden gleich einem häßlichen Spuk. Dafür beherrschen die alten Kinder Gondwanalands, die Säugetiere, jetzt den Plan. Das höchste Geheimnis, das größte Ereignis dieser Säugetierentwicklung liegt im Tertiär: die Menschwerdung. Überall Anfang unserer Zeit! Auch die Gebirge, die jetzt entstehen, sind nicht mehr dämmerhafte Urweltsberge, sondern es sind die allbekannten großen Ketten unserer Karte. Kein Wunder, wenn auch in Erdteilen und Meeren diese Karte jetzt in deutlich moderne Geographie einlenkt. Im allgemeinen war die Tertiärzeit nach den Sintflutperioden Jura und Kreide wieder viel mehr eine Verlandungszeit. Gegen ihre Mitte schwellen noch zwei mäßige Transgressionen an, die aber nicht viel besagen und (wie die des Karbon) schon mit erstickt werden durch die großartigen Gebirgsbildungen, die diese Mitte beherrschen. Manches, das wie Transgression aussieht, ist in Wahrheit nur der rasch und rascher arbeitende wirkliche Zusammenbruch letzter Reste der dem Untergang geweihten Urweltländer. So stürzt schon auf der Wende von der Kreide endgültig die indomadagassische Halbinsel ein und damit das letzte unmittelbare Zeugnis für Gondwanaland auch im Indischen Ozean. Dieser Ozean ist im ganzen Umfang fortan da, bloß noch durchsetzt mit ein paar Inseln, ebenso deutlich und »modern« wie der Südteil des Atlantischen zwischen Afrika und Südamerika. Gondwanaland ist nicht mehr vorhanden. Dafür bestehen drei Erdteile im Süden, Südamerika, Afrika, Australien, – wie heute. Freilich das indische und arabische Gondwanastück ist im älteren Tertiär noch nicht gleich an Asien angeschlossen worden. Arabien hielt noch eine Weile als Halbinsel zu Afrika, und Vorderindien lag als Insel im Meer. Denn die Tethys flutete zunächst vom europäischen Mittelmeer noch immer nach Zentralasien durch, wo sie allerdings jetzt breit und unzweideutig in den offenen Indischen Ozean abfloß. Dieses ältere Tertiär hat eben im Erbe der letzten Kreide noch eine gewisse Anzahl auch urweltlicher Züge in seiner Karte. So ist die Tethys noch immer sieghaft obenauf. Bei Panama fließt sie durch; in der Kreide war gerade hier herum eine Weile wieder eine Brücke gewesen. In den stärkeren Transgressionen geht sie noch breit durch Mitteleuropa und überschwemmt Nordafrika. Und so kommt sie auch noch eine Weile bis Indien. Nach Norden aber wahrt sie auch jetzt noch etwa vom Aralsee an aufwärts zum Eismeer das uralte Vorweltsrecht ihres Durchbruchs: sie bildet das »Obische Meer«; zum letzten Mal steht auch dieses merkwürdig zähe Spaltenmeer noch auf der Karte, zum letzten Mal trennt es den Festlandteil Europas von Asien. Echt urweltlich ist auf der andern Seite dieses Europa auch noch die isländische Brücke, die es mit Grönland-Nordamerika verknüpft. Immerhin auch nur eine Urweltruine, das letzte Stückchen der stolzen Atlantis. Von Norden brandet schon verdächtig ein »Ostgrönland-Meer« heran. Ein Bruch – und der Atlantische Ozean ist auch hier fertig. Gewaltig ragt Nordamerika. Es hängt sogar ohne Beringstraße noch mit Asien zusammen. All seine Polarinseln sind Festland, Grönland ist ihm angegliedert. Und dort oben herrscht noch tief ins Tertiär hinein ein weit wärmeres Klima als heute. Auch Europa scheint sich nördlich bis Spitzbergen und Franz-Josephland ausgedehnt zu haben. Diese riesigen, durch Brücken noch verknüpften Landgebiete im Norden sind damals von entscheidender Bedeutung für das beispiellose Aufblühen der Säugetiere gewesen. Besonders Nordamerika hat da eine wahre Schöpferrolle gespielt. Die Landbrücken erlaubten aber auch ein beständiges Hin- und Herfluten von und zu den andern Nordländern, wobei jedes neu gewonnene oder gewechselte Gebiet die Artenfülle steigerte. Recht eigentlich das Paradies der Säugetiere lag in diesen älteren Tertiärtagen, und in ihm muß damals auch die letzte Vorstufe zum Menschen gelebt haben.

Jenseits der Mitte des Tertiär aber ist es dann, als verschwebten nun wirklich auch die letzten Nebel der Urwelt über der Karte – sie wird ganz modern. Die neue große Gebirgsbildung ist da, und ihre entscheidende Tat ist die endgültige Vernichtung der Tethys. Die riesenhaften Kettengebirge Zentralasiens, allen voran der Himalaja, als neue Erdfalten zur Schneeregion emporgereckt versperren ihr den asiatischen Ausgang auch zum Indischen Ozean. Die Schlammschichten, die sie in dieser Gegend selbst noch im ersten Drittel des Tertiär abgesetzt, werden im buchstäblichen Sinne bis in das »Haus des Schnees« (was das Wort Himalaja bedeutet) hinaufgedrückt. Vorderindien gliedert sich endgültig an den neuen Landriegel an. Ein letzter Durchbruchsversuch der Tethys gegen den Persischen Meerbusen mißlingt infolge immer neuer Riegelbildungen. Über Arabien fort wachsen Asien und Afrika sogar zeitweise breit zusammen. Und erst gegen Ende des Tertiär entsteht durch einen großen Zusammenbruch wenigstens hier noch einmal eine Spalte, das Rote Meer. Diese späte Spaltenbildung nordsüdwärts ist an sich sehr bemerkenswert als ein Zerstückelungsversuch im letzten Gefolge der Gondwanalandzerstörung, der jetzt sogar auf den alten soliden Block von Afrika übergreift. Aber den wichtigen Ostausfluß der Tethys kann auch das nicht mehr retten. Neue Gebirgsriegel schieben sich ihr in Gestalt der Balkangebirge, Apenninen, Pyrenäen, des Atlas – vor allem aber der Hauptmasse der Alpen auch im europäischen Mittelmeer von allen Seiten entgegen. Eine längere Zeit verstopft sich das ganze Ostmittelmeer mit Land. Auch als das wieder etwas abflaute, blieb doch hier bedenklicher Boden, dessen Unruhe wir bis heute noch an Erdbeben und vulkanischen Folgeerscheinungen besonders im unteritalischen und griechischen Gebiet zu spüren bekommen. Vom alten östlichen Ausfluten der Tethys konnte aber fortan schon in dieser Gegend keine Rede mehr sein. Wiederum zugleich aber schob sich der neue Riegelverschluß auch zwischen diese Ecke der Tethys und die alte obisch-uralische Verbindung vom Kaspischen Meer zum Eismeer. Das »Obische Meer« trocknete aus, zum letzten Mal. Europa und Asien verwuchsen in der Urallinie, zum letzten Mal. Vom Menschenstandpunkt für immer. Wir haben es als Geographen wenigstens so und nicht anders gefunden, als wir kamen. Zwischen diese Hauptzüge schoben sich allerdings, wie verständlich, überall noch wechselnde Stufen des Werdens. So, als die Alpen zuerst erschienen, stiegen sie als Zentralmasse noch inselhaft aus der Tethys selbst; nicht bloß im heutigen Mittelmeer, sondern auch nördlich griffen die Wasser zunächst noch darum herum. Lange noch ging ein breiter Meeresarm, immer wieder sich neu füllend, vom Rhonetal über die Nordschweiz bis nach Ungarn und dem Balkan; zeitweise hatte er sogar im Rheintal noch Abfluß unmittelbar nach Norden. Durch die zunehmende Verlandung des Ostmittelmeers gehemmt, bildeten seine zuströmenden Wasser eine Weile ein großes Binnenmeer in der Gegend von Ungarn über das heutige Schwarze Meer bis zum Aralsee. Da das Obische Meer schon fehlte, konnte es für sein Teil aber dort auch nicht mehr zum Eismeer durchbrechen. Als der Zufluß über die Schweiz doch langsam austrocknete, zerfiel dieses Binnenmeer selber zu Bruchstücken; teils sammelte es seinen Rest fortan im Kessel des heutigen Schwarzen Meers (das sich allmählich doch auch noch einen schmalen Ausgang zum wieder etwas freieren Ostmittelmeer erwarb), teils kümmerte es in den abflußlosen Senken des heutigen Kaspischen Meeres und Aralsees weiter. Das alles aber waren doch nur hoffnungslose Schlußzuckungen der Tethys. Im letzten Drittel des Tertiär verlor sie den Panamadurchfluß, – wieder im heutigen Sinne endgültig. Auch hier war lange noch Kampf. Die entstehenden Kordilleren gaben dem Hauptteil von Mittelamerika ein unbesiegliches Rückgrat. Aber eine gewisse Kurve ihrer Faltung ließ zunächst gerade bei Panama noch ein kleines Stückchen Wasserstraße offen. Endlich aber verlandete doch auch das, damals noch eine sehr bedeutsame Sache für das zeitweise Hinüberwandern der wunderbaren südamerikanischen Riesenfaultiere nach Nordamerika und umgekehrt der Mastodonelefanten und Wildpferde, die drüben noch dauerten, nach Südamerika. Wohl im letzten Ausgang des Tertiär zerbrach dann wirklich auch die isländische Brücke. Schon vorher hatte sich das ostgrönländische Meer zwischen Skandinavien und England vorgeschoben, die werdende Nordsee markierend, und die Davis-Baffinstraße hatte sich zwischen Nordamerika und Grönland geschoben. Untergang also der Atlantis! Indem aber so der Nordteil auch des heutigen Atlantischen Ozeans fertig aufriß, wurde der alte Name der Tethys selber wertlos; dieser Ozean trat hier an seine Stelle, wie bei Europa das echte Mittelmeer. Europa aber, das künftige Wunderland der Kultur, vollendete im gleichen Augenblick den Kreislauf seiner geologischen Abenteuer: wie einst im Kambrium schloß es sich wieder als Halbinsel an Asien, – mit der freien Wasserfront nach Westen über die grauen Wellen, in denen das Märchen der Atlantis endgültig versunken lag.

Noch stand diesem Europa, wie drüben Nordamerika, das tief einschneidende Ereignis der großen diluvialen Eiszeit bevor. Den wesentlichen Umriß der Erdkarte im großen hat es aber nicht mehr verändern können.

Wieder, wie einst im Beginn der Permperiode in Gondwanaland, trat ums Ende des Tertiär eine Epoche außergewöhnlich feuchtkühlen Klimas ein, – wie es scheint, auf der ganzen Erde. In den gebirgigen und den zum Pol näheren Gebieten äußerte sich dieser Klimasturz allgemein in mächtiger Schnee-, Gletscher- und Binneneisentwickelung; näher zum Äquator, kam er mehr als Regenperiode. Wir haben schon davon gesprochen, – beim Märchen von der Sintflut. Denn in diese geologischen Tage ragt ja jetzt schon der Mensch selbst hinein, nicht als dunkle Urstufe, sondern eben als Mensch, der erlebte, kämpfte und sann. Wenn man bedenkt, daß auch die nordischen Eisfelder endlich doch wieder tauten und ihre so befreiten Wasser noch zu denen der südlichen Regenperiode schlugen, so möchte man in diesem »Diluvium« (der Name knüpft unmittelbar an die Sintflutsage an) zuletzt fast noch einmal eine »Transgression« erwarten. Und gewiß ist auch, daß mehrere heutige Inselgebiete, so das des polaren Nordamerika und das der Sundainseln, sich damals erst im Sinne unserer Gegenwartskarte wieder ganz von ihren Festländern gelöst haben. Bei uns in Europa ist mit mehrfachem Hin und Her wohl erst das Ostseegebiet damals herausgearbeitet worden. Überall, wo es sich verfolgen läßt, begann die geschichtliche oder doch schon halbgeschichtliche Zeit mit höherem Stand der Binnenseen, mit verhältnismäßig kolossaleren Flüssen, die sich seither wieder eingeschränkt haben und noch einschränken. Aber an die große Linie der Erdteile, wie sie seit dem letzten Tertiär standen, tastete das alles eben doch nicht mehr. Schließlich werden die Zeiträume ja auch hier zu kurz: diese Dinge sind uns tatsächlich noch so nah, daß wir nichts Größeres an Wechsel mehr erwarten können, auch wenn wir uns gewiß sind, daß die geologischen Zerstörungen und Entwicklungen auch über uns fortwalten, – daß auch unsere Gebirge, indem unser staunender Blick sie noch erfaßt, zerbrechen müssen, unsere Erdteile, indem unsere kleinen Schüler sie von der Karte lernen, kein Gebild der Ewigkeit sein können, und unsere Meere, indem unser Handel sie erschließt und befährt, abermals wechseln werden wie der Nebelschleier eines neuen Tags.

Es scheint vielleicht kein ganz erfreulicher Gedanke, daß mit der sich ändernden Erdkarte, mit dem Erdteil, der sich wieder auflöst, und dem Ozean, der kommt und geht, zuletzt auch die Heimatsscholle, mit der unser tiefstes Empfinden so verwachsen ist, dem Strom der Vergänglichkeit verfallen bleibt. Vom Fels, an dem unsere Vaterlandsgefühle hängen, zum Meer rinnt diese nicht endende Sanduhr der Zeiten und zieht im Maßstab der Jahrhunderttausende den heiligen Boden unter unseren Füßen weg. Aber der Maßstab dieser geologischen Dinge ist in Wahrheit nicht der des erhöhten Stücks Natur, das in uns arbeitet. Die paar Jahrtausende, auf die wir in der Geschichte eines starken und seiner Heimaterde treuen Volkes zurückblicken, umspannen in dem veränderten Tempo unseres Geisteslebens eine ganze Welt an Reichtum und innerstem Gehalt, und noch einmal so ein paar tausend Jahre, auf die Zukunft gewährt, verheißen eine wahre Unendlichkeit, unfaßbar schöner Entwicklung und Erfüllung voll. Vor diesem intensiven Tagesleben bleiben die Aeonen der Geologie mit all ihrem Wechsel ein fernes Riesenmärchen, von dem wir uns gern erzählen lassen, das aber unsere Kreise in Wirklichkeit nicht stören kann. Wenn eine uralte Bergruine oder ein morsches Felsentor auch in unserer historischen Zeit gelegentlich vor unsern Augen einstürzt, wenn wir in der Nacht das Rauschen der Welle hören, die unablässig an unserm Festland nagt, wenn wir die Waffe unseres Vorfahren schon tief begraben finden unter Sand und Moor oder dem langsam wachsenden Tropfstein einer feuchten Höhle, – dann mag uns auf einen Augenblick der Schauer anrühren auch von diesem ungeheuren Gang des Geologischen, der zuletzt auch uns wie alles um uns besitzt und umfaßt. Doch den Mut unserer Arbeit schöpfen wir aus einer zugleich bescheideneren und doch innerlich reicheren Anteilnahme an den Dingen.


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