Und wenn am heißen Sommertag
Den Marsch die Hitze drückt,
Und wenn das rasche Roß erlag
Und müd' zur Erd' sich bückt,
Hat der Soldat sich aufgerafft,
Er singet wohlgemut,
Wirbt durch Gesang sich neue Kraft;
So siegt Soldatenmut!
Hurra!
So siegt Soldatenmut!

Und wenn im Tal die Banner wehn
Und Heer an Heer sich schließt,
Und uns von den Batt'rieen Höhn
Kanonendonner grüßt:
Da reißt uns durch den Waffenplan
Des Kampfes wilde Glut,
Da mit dem Schwert, Mann gegen Mann,
Da siegt Soldatenmut:
Hurra!
Da siegt Soldatenmut!

Und wenn mein Stündlein kommen sollt',
So bin ich frisch zur Hand;
Ich sterb' ja nicht für eitles Gold,
Ich fall' fürs Vaterland.
Was ich gesollt, hab' ich getan,
Und hab's gelöst mit Blut:
So lebt, so stirbt für seine Fahn',
So siegt Soldatenmut!
Hurra!
So siegt Soldatenmut!


Prinz Wilhelm.

Prinz Wilhelm, der edle Ritter,
Ritt hinaus ins Schlachtgewitter,
Ritt mit aus in blut'gen Strauß;
Denn als man die Trommel rührte
Und nach Frankreich abmarschierte,
Blieb der Kronprinz nicht zu Haus.

Durch des Rheines wilde Wogen
Ist er schnell hindurchgezogen,
Ziehet weiter ohne Ruh'.
Auf die Feinde durch die Wälder,
Durch die eisbedeckten Felder,
Auf die Feinde eilt er zu.

Bei Brienne, im dunkeln Walde
Unser Jägerhorn erschallte,
Unsre Trommeln wirbeln drein;
In den Feind durch Sumpf und Graben
Stürmt der Prinz mit seinen Schwaben,
Daß der Sieg muß unser sein.

Und bei Montereaus blut'ger Brücken,
Als der Feind wollt' schier erdrücken
Unsre kleine, treue Schar,
Hat er gegen Sturmsgewalten
Ritterlich den Paß gehalten,
Bis sein Volk gerettet war.

An der Aube, am Marnestrande,
An der Seine weitem Lande
Kennt man Wilhelm und sein Schwert;
Epinal auf blut'gen Wegen,
Troyes' heißer Kugelregen
Haben seinen Stamm bewährt.