»Ha!« fiel der Fremde mit dröhnender Stimme ein, »und wie Sie ihn herabschossen, Oberst, daß er keine Ader mehr zuckte, wie die Husaren rechts abschwenkten, wie Sie ›vorwärts!‹ riefen, ›vorwärts, Lanciers vom achten!‹ und die Kanonen in fünf Minuten unser waren!« –
»Gedenken Sie?« flüsterte der Graf mit Wehmut; »wohlan! ich kommandiere wieder vor der Front. Es gilt, einen Kameraden herauszuhauen, werdet Ihr ihn retten? En avant, Major! vorwärts, tapferer Lancier! wirst du ihn retten, Kamerad?«
»Ich will ihn retten!« rief der Freund, und der Graf Zronievsky schlug seinen Arm um ihn, preßte ihn heftig an seine Brust und eilte dann von ihm weg, den Korridor entlang.
4.
»Gut, daß ich Sie treffe,« rief der Graf Zronievsky, als er am nächsten Morgen dem Major auf der Straße begegnete, »ich wollte eben zu Ihnen und Sie um eine kleine Gefälligkeit ansprechen –«
»Die ich Ihnen schon gestern zusagte,« erwiderte jener; »wollen Sie mich in mein Hotel begleiten? es liegt längst für Sie bereit.« –
»Um Gottes willen! jetzt nichts von Geld,« fiel der Graf ein, »Sie töten mich durch diese Prosa; ich bin göttlich gelaunt, selig, überirdisch gestimmt. O Freund, ich habe es dem Engel gesagt, daß man uns bemerkt, ich habe ihr gesagt, daß ich fliehen werde, denn in ihrer Nähe zu sein, sie nicht zu sprechen, nicht anzubeten, ist mir unmöglich.«
»Und darf ich wissen, was sie sagte?«