»Ich erinnere mich, von ihm gehört zu haben,« sprach der Doktor, »aber was soll ich bei diesem tun?«
»Sagen Sie ihm, ich wolle ihm alles sagen, er soll nur noch einmal kommen – doch nein, ich kann es ihm nicht selbst sagen; Doktor, wenn Sie – ja ich habe Vertrauen zu Ihnen, ich will Ihnen alles sagen, und dann sagen Sie es wieder dem Unglücklichen, nicht wahr?«
»Ich stehe zu Befehl; was ich zu Ihrer Beruhigung tun kann, werde ich mit Freuden tun.«
»Nun, so kommen Sie morgen frühe, ich kann heute nicht mehr so viel sprechen. Adieu, Herr Medizinalrat; doch noch ein Wort; Babette, gib dem Herrn Doktor sein Tuch!«
Das Mädchen schloß einen Schrank auf und reichte dem Doktor ein Tuch von gelber Seide, das einen starken, angenehmen Geruch im Zimmer verbreitete.
»Das Tuch gehört nicht mir,« sprach jener, »Sie irren sich, ich führe nur Schnupftücher von Leinwand.«
»Unmöglich!« entgegnete das Mädchen; »wir fanden es heute nacht am Boden, ins Haus gehört es nicht, und sonst war noch niemand da als Sie.«
Der Doktor begegnete den Blicken der Sängerin, die erwartungsvoll auf ihm ruhten. »Könnte nicht dieses Tuch jemand anderem entfallen sein?« fragte er mit einem festen Blick auf sie.
»Zeigen Sie her,« erwiderte sie ängstlich, »daran hatte ich noch nicht gedacht.« Sie untersuchte das Tuch und fand in der Ecke einen verschlungenen Namenszug; sie erbleichte, sie fing an zu zittern.