[10] Götz von Berlichingen erzählt in seinem Leben (Ausgabe von Franck von Steigerwald, Nürnberg 1731) weitläufig, wie es sich zugetragen, daß er zum Herzog Ulrich gehalten habe. S. 142 fährt er fort: »Da zog der Herzog vor Reutlingen und gewann es auch, darum sich auch Ihre fürstliche Gnaden und mein Unglück anheben tat, daß Ihre fürstliche Gnaden verjagt worden und ich darob zu Scheitern ging.« Denn der schwäbische Bund nahm nicht Rücksicht darauf, daß Götz kurz vorher dem Herzog seine Dienste aufgesagt hatte, sondern belagerte ihn in Möckmühl und nahm ihn gefangen.
[11] Die Herren von Spät waren der Herzogin auf ihrer Flucht aus dem Lande behilflich gewesen. Der Herzog hatte bittere Rache an ihren Gütern genommen.
[12] Siehe C. Pfaffs Geschichte I. 278.
[13] Es sind dies Frondsbergs eigene Worte, die er zu Götz von Berlichingen sprach, und die dieser in seiner Geschichte, Seite 83, anführt.
[14] Die Eidgenossen verboten zuerst nur die Werbungen des Herzogs in ihren Landen, wie aus Sattler, Beilage Nr. 8 zum zweiten Teil der Herzoge erhellt. Nachher riefen sie ihre Leute ganz zurück, und zwar auf die Vorstellungen des schwäbischen Bundes.
[15] Ein gedrucktes Schreiben »des Bundes zu Schwaben an gemeine Landschaft zu Württemberg« dieses Inhaltes vom 24. Mart. 1519 findet sich in der Beilage Nr. 12 bei Sattler.
[16] Sie zogen den 17. März ab. Der Herzog reiste sogleich nach Kirchheim, um sie aufzuhalten, allein hier kam eine zweite Ordre, unter Bedrohung des Verlustes ihrer Güter und der Leib- und Lebensstrafe, nach Haus zu eilen. Sattler, II. § 6. Thetinger S. 66. Interim cum Helvetiorum primoribus agunt foederati, missis in urbes eorum legatis, ne Ducis Huldrichi negotio belloque se nunc immisceant, suos abscedere jubeant.
[17] Sattler § 6. Ausführlich führt diese Rede an: Thetinger comment de reb. würtemb. p. 66.
[18] Diese Ergebenheit und Treue der Württemberger beschreibt am angeführten Ort Thetinger. Als einen sehr wichtigen Grund gegen die Angriffe Huttens führt sie auch Nikolaus Barbatus in seiner zu Marburg gehaltenen Rede auf. Vergl. Schradius II. 386. Wir machen auf diesen Umstand besonders aufmerksam, weil man gewöhnlich annimmt, es sei den Württembergern recht gewesen, daß man Ulrich verjagte; Thetingers Worte sind: »Als dies die Württemberger hörten, beklagten sie ihr Schicksal heftig, das ihnen nicht vergönne zu fechten.« – Magno fremitu fortunam suam questi. – Noch merkwürdiger sind die Worte Nikolai Barbati; er sucht die Beschuldigungen Ulrichs von Hutten zu widerlegen: »Welcher Tyrann war den Seinigen wert? Ulrich lieben die Seinigen. Welcher Tyrann wird, wenn er verjagt ist, von seinen Untergebenen zurückgewünscht? Mit Bitten und Gebet wünschen sich seine Untergebenen den Herzog zurück und bitten die Götter, sie möchten ihnen den Herrn zurückgeben« usw.
[19] Ulrich beklagte sich mehreremal über die Nachstellungen seiner Feinde. Im Jahr 1534 soll ein für ihn von Dietrich Spät gedungener Meuchelmörder gefangen worden sein. Sattler, Gesch. d. Herzoge. 3. Seite 47. Im Jahre 1536 wurde im Amt Dornstetten ein Zigeuner verhaftet, welcher aussagte, von Herzog Wilhelm in Bayern für Ermordung des Herzogs drei Gulden bekommen zu haben. C. Pfaffs Geschichte I. 288. Ein Beweis, daß solche Versuche vorkamen.