»Ist unnötig,« rief der Graf, »es ist mir durchaus nicht um Ihre werte Gesellschaft zu tun, sondern nur die Frage, die ich an Sie tat, möchte ich gerne beantwortet haben.«

»Nun ja,« schnarrte Sporeneck, »wenn Sie sich durchaus in meine Herzensangelegenheit mischen müssen, was ich übrigens nicht sehr delikat finde, ich habe von Fräulein Ida von Sanden, meiner Nachbarin, gesprochen.«

»Und von dieser Dame wagen Sie auf so freche Weise zu sprechen, wie Sie vorhin taten?«

»Wer will es mir wehren?« lachte der Rittmeister und maß den Grafen von oben bis unten, wobei er übrigens sich hütete, seinem Auge zu begegnen. »Wer will es mir wehren, ein jeder kann zu seinem Heu Stroh sagen!«

»Sie beharren also auf dem, was Sie von der Dame aussagten?«

»Dame hin oder her,« antwortete der Rittmeister. »Sie fangen an, anmaßend zu werden; ich werde vor Ihnen und zehn solcher – Polacken behaupten, was ich sagte.«

»Nun ja,« sagte der Graf, indem er sich stolz aufrichtete und an die übrigen Offiziere, die bisher mit gespannter Aufmerksamkeit zugehört hatten, wie der Graf geschraubt würde, sich wandte, »nun ja, so muß ich nur Sie bedauern, meine Herren, daß Sie sich auf diese Art unterhalten lassen von diesem erbärmlichen Lügner.«

»Donner und alle Teufel!« fuhr der Rittmeister auf, »wie kommen Sie mir vor, Herr! Ich glaube, Sie haben Platz zwischen den Rippen für blaue Bohnen.«

»Tun Sie, was Ihnen beliebt,« sagte der Graf, »ich wohne hier und bin auf Nr. 2 zu finden.« Er ging, der alte Theresienritter mit ihm. »Das ist spaßig,« lachte der Rittmeister, obgleich es ihm nicht recht frei von der Brust wegging, »das ist spaßig, daß ich in Freilingen einen kleinen Gang zu machen habe!«