Pfuhls Knitterer.

Bei dem Pfuhlschen Knitterer wird ein Papierstreifen zwischen eine Walze und eine gegen diese zu pressende Gummiplatte gebracht, ein Ende festgelegt und dann der Streifen über sich selbst unter Andruck der Gummiplatte einmal hin und her geführt. Die Wirkungsweise ist aus [Fig. 20] zu ersehen.

Der Papierstreifen PP1 wird bei a festgelegt und dann die Walze in der Richtung des Pfeiles gedreht; dadurch wird der Streifen umgelegt und ein Teil reibend über den anderen geführt. Durch Einpumpen von Luft von unten her wird die Gummiplatte G gegen Papier und Walze gepreßt und der an einem Manometer abzulesende Druck so bemessen, daß der Streifen durch einmaliges Hin- und Zurückführen zerstört wird. Diesen Druck bezeichnet Pfuhl als Reißdruck.[20] Auf Grund seiner Versuche hat Pfuhl folgende Beziehungen zwischen den Ergebnissen der Handknitterung und dem Reißdruck festgestellt:

Handknitterung sehr
gering
gering mittel-
mäßig
ziemlich
groß
groß sehr groß außerordentlich
groß
Reißdruck in
cm Queck-
silbersäule.
0–3 3–6 6–16 16–26 26–48 muß bei 50 cm
2–3maliges
Knittern aus-
halten.
muß bei 50 cm
Druck mehr als
3maliges
Knittern
aushalten.

Fig. 20.
Pfuhls Knitterer.

Der Pfuhlsche Knitterer ist im Technologischen Gewerbemuseum zu Wien durch Prof. Lauboeck einer eingehenden Prüfung unterzogen worden, die zu dem Ergebnis führte,[21] daß der Apparat, so wie er jetzt vorliegt, zur Einführung in die Papierprüfung noch nicht geeignet ist. Pfuhl hat den Apparat dann in einigen Punkten geändert.[22] Prüfungsergebnisse, mit diesem abgeänderten Knitterer ermittelt, sind bisher nicht bekannt geworden.

[20] Eine eingehende Beschreibung des Knitterers findet sich in der Papierzeitung 1896, Nr. 66–87 und 1898, Nr. 30, 58 und 59.

[21] Mitteilungen des Technologischen Gewerbemuseums zu Wien 1897, S. 1.