20 g trockenes Zinkchlorid in 10 g Wasser.

Lösung B

2,1 g Jodkalium und 0,1 g Jod in 5 g Wasser.

Man vermische dann A mit B, lasse den entstehenden Niederschlag sich absetzen und gieße die überstehende klare Reaktionsflüssigkeit ab; in diese bringt man ein Blättchen Jod.

Auf genaue Innehaltung der Mengenverhältnisse der einzelnen Bestandteile ist zu achten, da schon bei geringen Abweichungen die Wirkung der Lösung beeinträchtigt wird. Beide Lösungen, die vor Licht zu schützen sind, füllt man zum Gebrauch am vorteilhaftesten in braune Pipettenflaschen.

Die Art der Färbung der für die Papierfabrikation hauptsächlich in Frage kommenden Fasern bei Anwendung der beiden Lösungen ist aus nachstehender Zusammenstellung ersichtlich.

Leider lassen sich die Färbungen der verschiedenen Fasern nicht bei jedem Papier scharf abgrenzen, da die Farbtöne, zumal bei stark zermahlenen Stoffen, zuweilen ineinander übergehen.

Fasern

Färbung in

Jod-Jodkalium-
lösung[27]

Chlorzinkjod-
lösung[28]

Gruppe I
(Verholzte
Fasern)

Holzschliff, rohe
Jute, schlecht
aufgeschlossene
Zellstoffe

teils leuchtend gelb-
braun, teils gelb, je
nach Schichtendicke
und Verholzungsgrad

zitronengelb bis
dunkelgelb

Strohstoff

teils gelbbraun, teils
gelb, teils grau

teils gelb, teils blau
teils blauviolett

Gruppe II
(Zellstoffe)

Holzzellstoff
und Adansonia

grau bis braun

blau bis blauviolett

Stroh- und
Jutezellstoff

grau

blau bis blauviolett

Esparto

teils grau, teils braun

teils blau, teils
weinrot

Manilahanf

teils grau, teils braun,
teils gelbbraun

blau, blauviolett, rot-
violett, schmutzig-
gelb, grünlichgelb

Gruppe III
(Lumpenfasern)

Leinen, Hanf
Baumwolle

schwach bis dunkel-
braun, dünnen Lamellen
fast farblos

schwach bis stark
weinrot[29]

Jenke[30] hat empfohlen, die Fasern in folgender Lösung zu beobachten: