Er sah noch ihren flehenden Kinderblick, ihr ängstliches Werben. Immer sah er diese Augen, diese Wimpern, die weit aufschlugen, die sich scheu senkten und schlossen, während die Hand von der Stirne herunter über die Augen glitt.

Und plötzlich wußte er's: sie mußte sein werden.

»Sie muß mein werden!« rief's in ihm. »Ich will sie erringen!«

Er stand auf — er ging wie im Traume.

Er kam sich viel größer vor als alle, viel stärker, viel wichtiger. Die anderen sah er nicht, er war nur ganz von sich erfüllt. Aber ganz in ihr und nur in ihr. Als ginge er eine weite Straße hin, war's ihm, in ein weites Land, ihr entgegen. Und aller Widerstand war ihm ein Spiel, spielend überwand er ihn — und sie sah ihm zu. Lächelnd, winkend.

So ging er wie im Traume. Weit war ihm die Welt geworden, und doch nur eine enge Bühne für seine Taten. Vornehm, stolz–gerüstet, ein glänzender Ritter — seine Jugend grüßte ihn. Das Beste seiner Jugend — in seinem schönsten Lebensmomente.

Er zahlte seinen Einsatz.

»Der Jean wirft! Hurra!«

Er würde gewinnen, er wußte es. Siegen! Es war die größte Tat, die er jetzt vollbringen konnte.

Er stellte sich in die Reihe, er wartete geduldig. Er sah gar nicht, was die anderen warfen. Das war ihm gleichgültig.