»Behnke!« sagte er mit eigener Betonung und nickte ihm zu. »Famos!« Der arme Behnke aber wußte sich vor Glück nicht zu fassen und betrachtete dann sein Instrument.
Die Probe nahm ihren Fortgang. Die große symphonische Dichtung Hornbachs wurde tapfer bewältigt. Es mußte einen Erfolg geben.
Ein Meisterwerk, darin waren sich die Kunstverständigen, die zur Hauptprobe geladen waren, einig.
»Ich danke Ihnen, meine Herren,« schloß Hornbach die Probe. »Nur morgen so, dann ist's gut.«
Behnke konnte die ganze Nacht kein Auge zutun. Sein großes Solo! Der Applaus morgen! Die Lorbeerkränze! Nun war er der erste Künstler in der Stadt. Dem genialen Poppel, den sie so vergöttert hatten, gleich.
Der Fürst wird sicher der Premiere beiwohnen. O, dann das große Solo!
Er wird ihn sicher zum Kammermusiker, vielleicht zum Professor ernennen. Dann müßte er sich wieder andere Visitenkarten drucken lassen: —
»Kammermusiker Fritz Behnke, Professor« — oder vielleicht besser: »Professor Fritz Behnke, Kammermusiker.«
Er entschied sich für diese Fassung.
In Gedanken ging er noch einmal seine ganze Stimme durch. Jede Note, haarklein. Es wird einen Triumph geben. Trotz Hornbach.