Noch einmal riefen die Posaunen wie ein Halleluja! ins Land hinaus. — Und Flöten und Klarinetten und Geigen vereinigten sich zu freudiger Antwort. Dann der große Triller ... und gleich nach dem Nachschlag kam das große Solo im Cello.
... Und die Lotosfee schwimmt ans Land ... und die Wasser murmeln ... und die Nixen haschen sich und neiden die schöne Schwester ... Und aus dem Dickicht tritt der Ritter mit klingendem Sporn ... Und kosend und schmeichelnd, verführerisch, in begehrender Brunst singt die Fee so süß das Lied der Liebe ...
Behnke schloß die Augen.
Als ob der Genius seine Hand gesegnet habe — er hatte einen Ton und eine Tiefe, eine Wärme und einen Schmelz, goldig geradezu. Hornbach lauschte entzückt. War das der Behnke?!
Die Geigen malten die zitternde Glut ... Aber alles übersang das Cello.
Der Behnke hatte seine Stunde. Das war der Behnke nicht. Da war etwas lebendig geworden, das sonst nicht da war.
Voll setzte das Orchester ein, und der Jubel des Glückes und Genusses durchbrauste den Saal ...
Da klatschten die Geladenen Beifall.
»Bravo, Behnke!« rief der Theaterdirektor.
Und Hornbach legte den Stab hin. Er lächelte vergnügt.