»Ach Gott,« seufzte der Lehrer.

Dann besprach sich der Inspektor mit dem Ortsschulvorstand. Sie betrachteten die Hefte. Der Lehrer merkte deutlich, der Pfarrer trat für ihn ein. Der Schulinspektor widersprach. Er erhitzte sich nun sogar.

Dem Lehrer wurde nun alles gleichgültig.

»Nun denn,« hörte er den Inspektor sagen, »wollen wir es beschließen. Unter solchen Umständen — — also,« wandte er sich an den Lehrer, »Schluß für heute — ich sehe bald wieder nach — unbegreiflich ... ihr könnt gehen, ihr Kinder.«

Und nach und nach leerte sich das Schulzimmer. Der Schulinspektor sagte dem Lehrer noch etwas, aber das hörte er gar nicht. Er war ganz abwesend. Ihm war, als sei er geköpft worden, oder doch wenigstens, als sei ihm mit einem schweren Hammer auf den Kopf geschlagen worden, gerade vorn oben hin, wo die Stirn anfängt. Denn da spürte er noch den Druck.

Er stand allein in seinem Schulzimmer. Noch eine kurze Weile nur, und er ging auch.

Wohin er gehen wollte, wußte er selbst nicht. Er ging nur. Zur Tür hinaus, die Treppe hinunter und dann die Straße weiter. Er schritt dem Walde zu. Als ob der Weg ganz eben wäre, so leicht schritt er die Höhe hinauf. Ziellos ging er weiter. Und endlich stand er vor der großen Eiche.

Ein scharfer Wind ging da. Er nahm seinen Hut ab. Die Kühlung tat ihm wohl.

Und er ging weiter. Allmählich verlor sich der Schmerz in seinem Kopfe, und er fühlte sich kräftiger.

Auch die Erinnerung seines heutigen Erlebnisses begann sich zu verwischen. Bald war es ihm, als habe er einen Kater. Nur noch ein schwaches Brummen im Kopfe. Und nun dachte er an seine Frau und seine Kinder.