Er trat den Heimweg an.
Er kam gerade recht zum Nachtessen. Die Grete wußte schon alles; aber sie sagte nichts. Der Pfarrer hatte es ihr ausdrücklich verboten — ihr Mann sei überarbeitet, hatte er gesagt. Obgleich sie zuerst darüber ungläubig gelacht hatte, denn von Überarbeiten begriff sie nichts, folgte sie doch dem Rate des Pfarrers und schwieg.
Die Schullehrersleute legten sich früh ins Bett. Sie hatten ja immer schlechte Nächte mit dem Jüngsten. Das ließ gar nicht ruhen. Frau Grete, um ihren Mann nicht zum Legen überreden zu müssen, legte sich zuerst. Ihr Mann tat ihr alsbald nach. Er saß noch im Hemd auf der Bettkante und zog seinen Strumpf aus, als das Jüngste schon anfing zu schreien.
»Ach Gott!« stöhnte die Grete.
»Bsch — wsch — wsch,« sang der Schullehrer.
Aber das Jüngste schrie immer ärger.
Nun sang die Grete:
»Feierche, Feierche brennt —
Mein Kind des friert an de Händ',
Mein Kind des friert am linke Fuß,
Daß des Feierche brenne muß.« ...
Geschrei und Singen dauerten eine Weile. Endlich hörte der Gesang auf.
»Ach Gott, was en Last, was en Last!« seufzte die Mutter. Der Vater machte nur »hm, hm«.