Aber war er's denn wirklich? Sie guckte sich halb die Augen aus. Wahrhaftig, er war's. Und er ging den Pfad nach ihrer Mühle zu.

Am Feldweg da oben konnte er freilich noch abbiegen. Sie wollte sehen. Und sie hörte wieder mit dem Spülen auf. Nein, er ging geradeaus weiter. Jetzt über den Steg.

Er konnte doch nicht da oben an seinen Acker gehen wollen. Was hätte er da jetzt sehen können? Gar nichts.

Nein, er ging den Pfad weiter und weiter herunter. Jetzt war er an der Selz selbst und ging über die weiße Brücke. Na ja, nun war's sicher, er kam zu ihnen.

Der Eve schlug das Herz, hart und rasch. Sie wußte gar nicht warum. Sie konnte es gar nicht begreifen. Was ging sie der Jerrisepp an? Wie konnte ihr der Jerrisepp das verursachen? Er war ihr doch kein Fremder. Er war freilich lange nicht hüben gewesen. Allerdings. Aber das war doch kein Grund. Früher war er öfter gekommen. Aber was lag am Jerrisepp? Er war der nächste Nachbar. Fertig!

»Fertig!« sagte sie. Sie gewöhnte sich das immer mehr vom Vater an. Aber es war doch nicht fertig. Sie mußte immer wieder aufhören und nach dem einfältigen Jerrisepp sehen. Er ging ordentlich feierlich heut. Oder kam ihr das nur so vor? Er hatte sich fein gemacht. Das wollene Tuch um seinen Hals war funkelnagelneu. Und auf der Kappe saß kein Riebelchen Mehlstaub.

»Vater,« rief sie in die Stube, »ich glaub' der Jerrisepp kommt zu uns!«

»Gut, soll er kommen,« sagte der Vater.

Dann spülte die Eve weiter. Und zwar guckte sie nun auch nicht mehr auf. Der Jerrisepp war jetzt nach der Mühle hereingebogen und vom Fenster aus nicht mehr zu sehen.

Der Cäsar schlug an. Die Eve rief ihm zu. Da war er still und ließ den Jerrisepp passieren. Gleich darauf ging die Haustür. Der Jerrisepp trat ein.