Er ging direkt auf die Stubentür zu und klopfte an.

Als er eintrat, legte die Müllerin ihr Strickzeug in den Schoß, und der Müller hörte einen Augenblick auf zu trommeln.

»Bist lang nit dagewesen, Jerrisepp!«

»Ihr auch nit bei mir, Nachbar. Und alle Gebot kommen, geht doch auch nit.«

Es war in beider Reden etwas wie ein spitzer Ton, ohne daß sie's beide beabsichtigten.

»Ja,« lachte der alte Müller, »ich kann halt immer nüber gucken zu dir, bis in dein' Haustür hinein, da brauch ich nit zu dir zu gehen.«

»Ja, freilich,« stichelte der Jerrisepp, »da habt ihr auch sehen können, daß ich tüchtig zu mahlen hatt' den Monat?«

Er lächelte spitzbübisch.

»Ja,« sagte der alte Müller, »und ich hab' dir's von Herzen gegönnt.«

Der Jerrisepp besann sich. Er war betroffen. Es hatte so gütig geklungen. Er war ein bißchen verwirrt.