Es wurde nun vom Wetter geredet und den Kartoffeln und von den Reben und der Traubenernte. Der Jerrisepp meinte, man müsse sich auf eine neue Pflanzung besinnen, es sei ja doch schon lange nichts mehr mit den Reben.
»Du willst aber gerad' alles umstürzen,« spöttelte darauf der Wiesenmüller.
»Es kann nit alles ewig halten. Menschenwerk ist nit für die Ewigkeit,« erwiderte ihm der Jerrisepp mit Nachdruck.
Die Mutter wechselte einen Blick mit der Eve und zog die Augenbrauen hoch. Die Eve lächelte und wurde rot. Sie guckte in ihre Kaffeeschale und rührte verlegen den Zucker.
Als der Kaffee getrunken war, trug die Eve ab. Und als sie draußen war und der Jerrisepp sich mit einem scharfen Blick nach der Tür vergewissert hatte, daß die Eve außer Hörweite war, fragte er: »Nun, wie ist's, Nachbar, habt Ihr Euch besonnen?«
»Allerdings,« sagte der Wiesenmüller, »und zwar so, daß nix draus werden kann. Wir sind noch nit so weit, die Mutter und ich, daß wir aus dem Haus zu gehen brauchen auf Gnad' und Barmherzigkeit. In unseren Jahren aber außerdem, geht man nur aus sei'm Haus, wann man hinausgetragen wird auf den Kirchhof. Bis dahin —«
»Hm, hm,« machte nun der Jerrisepp. Er lächelte verschmitzt in sich hinein.
»Das ist ganz schön, Nachbar, aber ob's nit doch vernünftiger wär' —«
»Du guckst's mit deinen Augen an, ich mit meinen, da sieht's jeder auf eine andere Vernünftigkeit.«
»Also brauchen wir nix mehr zu reden?«