Man mußt's ja sagen, schön sei der Italiener, der schönste und »feinste« von denen. Aber 's gäb doch auch noch »schöne Kerl« im »eigene Ort«.

Und dann wisse man auch, wie's da gehe. Erst alles Lieb's und Gut's. Dann mal so ein Suff — und dann sei's geschehen. Bis dann's Kind da sei, sei der Kerl längst verduftet — oder käm's mal zur Heirat, dann Hunger und Schläge.

Da wär's doch schad um die Tremplers Anna. Und dann hätt' man ja immer 's Totenhemd bei den Kerlen an. Beim geringsten 's Messer.

Der Jean hörte nur mit halbem Ohr.

Er kannte das ja all geradesogut. Und bei der Hübnerslies war's ja geradeso gewesen. Die Mädels nehmen ja aber nicht Vernunft an.

Da waren die Italiener schon. Sechs, acht Mann.

Sogleich gab's ein Lärmen, daß das Kegeln einen Augenblick aussetzen mußte. Die Italiener forderten einen Tisch für sich.

Der Ochsenwirt sprang. Man mußte den rauflustigen Burschen rasch den Willen tun. Er hätte ihnen schon lieber gleich auf den Rücken gesehen. Das waren immer böse Gäste, und erst wenn sie betrunken waren! Und das waren sie bald. Sie tranken ja das Bier wie Wasser. Und das starke Rauchen und Lärmen dazu — da stieg's rasch ins Hirn.

Nun hatten sie ihren Tisch.

Die Anna saß mitten unter ihnen. Es wurde ihr doch bald ein bißchen genierlich, dies Lärmen der Italiener, dies Welschen, das sie ja nicht verstand. Erst war ihr das so merkwürdig vorgekommen, und sie lachte dazu. Bald war's ihr aber doch keine Unterhaltung mehr. Das Fremde hatte sie gereizt, die Gesten, die redenden Augen, das hatte ihr gefallen. Auch die gewandtere Art der Italiener. Wie wurde ihr nur das Glas hingehalten zum Prosit! Cara mia! wie lag ihr das im Ohr!