»Gehen Sie hinaus! Warten Sie draußen, bis ich rufe.«
Herr Lutz war wie vom Donner gerührt. Er hatte sich verhört! Es war ja nicht möglich!
Aber ob er sich verhört hatte oder nicht, jedenfalls war die Handbewegung Seiner Durchlaucht unheimlich deutlich. Sie wies strikt auf den Ausgang, es blieb nichts übrig, als das Zimmer zu verlassen.
Nun stand Lutz draußen auf dem zugigen Korridor, den das dicke Dienstmädchen fortwährend mit Wasser überschwemmte. Der einzige Raum, in den er sich hätte retten können, war sein greuliches Hinterzimmer, aber da fand sich Frau Dörffel, die gleichfalls mit Wasser über die Dielen fuhr.
»Bleiben S’ nur draußen, jetzt mach’ ich hier rein.«
Lutz stand draußen auf dem zugigen Korridor.
So ging er in seinen dünnen Lackschuhen auf dem nassen Korridor vor des Prinzen Thür auf und ab und wartete. Er hatte sich gestern in der Eisenbahn oder heute nacht in dem miserablen Bett erkältet, er nieste – dreimal, sechsmal, zwanzigmal, immer wieder, und jedesmal sagte das dicke scheuernde Geschöpf: »Zur Gesundheit!«
Eine nette Gesundheit!
»Warten Sie, bis ich rufe,« hatte der Prinz gesagt, aber es schien ihm gar nicht einzufallen, zu rufen.