Karl Heinrich betrachtete neugierig wie ein Kind die Ladenfenster.
Sie kamen nur langsam vorwärts, denn vor allen Läden blieb Karl Heinrich stehen und betrachtete neugierig wie ein Kind die Ladenfenster. Es gab da eine Menge Dinge, die er nie gesehen hatte, und die ihm der Doktor erklären mußte, dann plötzlich überkam ihn ein kindischer Wunsch:
»Wir wollen mal hineingehen, irgend etwas kaufen.«
»Was denn?« fragte der Doktor erstaunt.
»Das ist einerlei, ich möchte nur mal kaufen.«
Und so kauften sie: zwei seidene Krawatten, helle Handschuhe, einen Federhalter und Federn, Tinte, Schreibpapier, Visitenkarten, eine elegante Schreibmappe, die Karl Heinrich dem Doktor schenkte, und schließlich für sechs Mark ein silbernes Armband, an dem kleine Münzen klingelten.
»Wer soll denn das haben?«
»Fräulein Käthie.«
»Welche Käthie?«
»Die gestern das Gedicht hergesagt hat.«