Verzeih mir Durst und Sünde!«

»Cantus ex est! Ein Schmollis dem Dichter!«

Die Gläser klirrten auf den Tisch. –

*

Es war nachmittags fünf Uhr, als der Oberkellner im Hotel zum »Prinzen Karl« nach zweistündigem Diner Seiner Durchlaucht und dem Herrn Regierungsrat den Nachtisch servierte.

Der Dichter lächelte auch ihm zu und dankte.

Sie saßen beide einsilbig und abgespannt. Die neugierigen Blicke der Hotelgäste, die devoten Kellner, das einförmig endlose Diner – alles wirkte nach den vorhergehenden Stunden fad und wie ein schlechter Abklatsch der Karlburger steifen Langeweile. Der erste große Rausch der Freiheit war für beide vorüber.

Der Piccolo kam mit einer Visitenkarte und überreichte sie flüsternd dem Regierungsrate:

»Der Herr ist draußen, er bittet freundlich, ob er den Herrn Regierungsrat einen Augenblick sprechen könnte.«