Sie nahm seinen dicken Kopf in ihre Hände.

Zwischen all dem Lärm schallte plötzlich eine Stentorstimme:

»Hierher, Käthie!«

Es war der lange Wedell von den Sachsen-Preußen, der das rief.

Und als sie nicht kam, sondern über den etwas barschen Ruf erstaunt zu ihm hinüberblickte, trotzig, ärgerlich, stieg er mit seinen langen Beinen über zwei Stühle weg zu ihr:

»Das verleiht dir Saxo-Borussia, Käthie: das Band. Trag es in Ehren, Käthie, mach dir, mir, uns, Saxo-Borussia, Heidelberg keine Schande.«

Er nahm das vierfarbige Seidenband seines Corps und legte es dem verdutzten Mädchen um Schulter und Taille.

Und während die andern Corps überrumpelt und über den seltsamen Einfall etwas verstimmt herüberschauten, schlugen die Sachsen-Preußen triumphierend mit ihren Bierseideln auf den Tisch: »Bravo!«

»Sollst leben, Käthie!«

»Prost Käthie!«