„Meine Damen und Herren — ich bekenne es — ich bin geschlagen, besiegt — von einer Dame besiegt, der ich allerdings vielleicht eine Buße schuldig war — nun, ich werde die Geschichte meiner Buße veröffentlichen.“
„Die ganze Geschichte?!“ fragte Fräulein von Kanten, und ihr überlegenes Lächeln verschwand unter einer leichten Falte der Besorgnis.
„Die ganze Geschichte, mein verehrtes Fräulein! Und wenn es die übrigen Herrschaften interessiert, so kann ich Ihnen den Namen der Dame gleich jetzt mitteilen.“
„Oh, ganz sicher interessiert uns das!“ rief Frau Emerich. Ich sah meine Feindin erbleichen, und Frau Professor Mentow warf mir einen zürnenden Blick zu.
Ich tat einige Augenblicke, als ob ich noch nicht entschlossen sei, mein Geheimnis preiszugeben.
„Ach bah,“ rief ich dann, „was sollte mich verhindern?! Also, verehrte Anwesende, die Dame von der ich sprach, heißt — Fräulein — Sophie Rose!“
Man war etwas enttäuscht. Man kannte natürlich diese Dame nicht.
Fräulein von Kanten atmete leise auf, und Frau Professor Mentow lächelte mir freundlich zu. Ich fuhr fort:
„Wenn auch sonst niemand von Ihnen, meine Herrschaften, Fräulein Sophie Rose kennt, so kennt Fräulein von Kanten sie sicherlich. Fräulein Sophie Rose hat ja dieser Dame meine armen Verse verraten, und ich richte jetzt an Fräulein von Kanten die höfliche Frage: Wo ist Fräulein Sophie Rose zu finden?“
Fräulein von Kanten antwortete mit anerkennenswerter Geistesgegenwart: