Es war der Karikaturenzeichner, welcher, den grauen Filz auf dem Kopf, die Reisetasche über der Schulter, den Eichenstock in der Hand, hinter mir stand.

„Ach Gott, nun ist mein’ Zeit vorbei!“ fuhr er lachend fort. „Ich komme, Ihnen Lebewohl zu sagen, alter Herr.“

„Was, Sie wollen fort? Was fällt Ihnen ein?“

„Kann Deutschland nit finden

Rutsch allweil drauf ’rum!“

sang der Zeichner und zeigte auf eine lustige blaue Stelle zwischen den ziehenden Wolken. „Es ist nicht anders; haben Sie einen Gruß an die freie, weite Welt zu bestellen, heraus damit! Oder noch besser; kommen Sie — dort steht Ihr Regenschirm — begleiten Sie mich. Hören Sie, wie lustig der Spatz da ins Fenster pfeift!“

Was sollte ich machen; ich schlug meinen Folianten zu, der tolle Vagabonde bot mir seinen Arm, und wir traten hinaus in die Gasse.

„Leben Sie wohl, Mama; viel Glück, mein Fräulein!“ rief der Zeichner seiner Hausgenossenschaft zu, die ganz aufgeregt in der Tür stand. „Gott grüß’ Euch, Freund Marquart; lebt wohl, Mutter Karsten; lebt wohl, Meister und Meisterin; lebt wohl, lebt wohl!“ rief er nach rechts und links hinüber. An der Ecke warf er noch einen letzten Blick hinauf nach seiner verlassenen Wohnung, wo die Fenster offen standen und eine zerrissene Gardine lustig im Frühlingswinde flatterte, und brummte: „Zum Teufel, Du Nest!“

„Und wo wollen Sie nun hin?“ fragte ich meinen wunderlichen Begleiter.

Der Zeichner lachte. „Was meinen Sie,“ sagte er, „wenn ich mir das Völkergewühl im Orient ein wenig ansähe, Kostüme zeichnete und über das Bemühen lachte: einen neu eintretenden Faktor der Menschheitsentwicklung durch Lancasterkanonen und Kriegsschiffe aufhalten zu wollen?“