„Ich bin gekommen, Ihnen mitzuteilen, Herr Strobel, daß Ihre Blätter großen Anklang bei der Redaktion der ‚Welken Blätter‘ gefunden haben, und daß dieselbe stolz sein wird, Sie unter ihre Mitarbeiter zu zählen.“
„Sehr verbunden,“ sagte der Zeichner, der sich auf mysteriöse Weise eben am Ofen beschäftigte, „bitte, nehmen Sie eine Zigarre und erlauben Sie mir, Ihnen eine Tasse Kaffee anzubieten.“
Er sah und roch in einen sehr verdächtig aussehenden Topf, den er aus der Ofenröhre nahm. „O weh,“ rief er, während ich alle Heiligen des Kalenders anrief, „die Quelle ist versiecht!“
„Bitte, machen Sie keine Umstände, Ihre Zigarren sind ausgezeichnet!“
„Ja,“ sagte Strobel, sich nun wieder auf sein Sofa setzend, „das ist der einzige Luxus, den ich nicht entbehren könnte, und ich preise meinen Stern, der mich in einer Zeit geboren werden ließ, wo man die Redensart: Kein Vergnügen ohne die Damen —, in die jedenfalls passendere: Kein Vergnügen ohne eine Zigarre, umgeändert hat.“
„Sind Sie ein solcher Weiberfeind?“
„Keineswegs; im Gegenteil, ich beuge mich ganz und gar dem französischen Wort: Ce que femme veut, Dieu le veut und ziehe — deshalb gerade, die nicht so anspruchsvolle Zigarre vor, die für uns glüht, ohne das Gleiche zu verlangen, die interessant ist, ohne interessiert sein zu wollen, und so weiter, und so weiter!“
„Sie sind wirklich ein echtes Kind unserer Zeit, die durch zu viele und zu verschiedenartige Anspannungen im ganzen bei dem einzelnen das Gehenlassen, die Athaumasie, die Apathie zur Gottheit gemacht hat.“
„Puh,“ sagte der Zeichner, eine gewaltige Dampfwolke fortblasend, „ich konnt’s mir denken, da sind wir schon in einem solchen Gespräche, wie sie alles Zusammenleben jetzt verbittern: übrigens ist unsere Zeit durchaus nicht apathisch, aber der einzelne fängt an, das wahre Prinzip herauszufinden, daß nämlich die Sache durch die Sache gehen muß. — Nicht jeder erste und taliter qualiter beste soll sich fähig glauben, den Wegweiser spielen zu können, den Arm ausstrecken und schreien: Holla, da lauft, dort geht der rechte Weg, dorthin liegt das Ziel!“
„Und die seitwärts abführenden Holzwege?…“