(Sie tritt heraus!)

Luise, Luise!

Die Bäume schütteln ihre Blüten herab auf sie: Ave Louisa! Der Abendwind flüstert ihr zu: Ave Louisa! Die Blumen des Tages neigen sich ihr: Ave Louisa! Die Blumen der Nacht öffnen ihre Weihrauchkelche ihr — Ave Louisa! Ave Louisa! (Sie winkt … sie lächelt …)

Friede?

Friede!

Friede! Läutet die Glocken im Reich! Erleuchtet die großen Städte, die Dörfer; erleuchtet jedes einsame Haus, Orgelklang in allen Domen, Kirchen und Kapellen! Auf die Knie, auf die Knie alles Volk! Männer, Weiber, Greise, Kinder, Jünglinge und Jungfrauen:

Herr Gott! Dich loben wir!

Herr Gott! Wir danken dir!

Friede! Friede im Himmel und auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!

Ich kannte diese „Luise“ des Lehrers gar gut. War sie nicht Gouvernante bei den Kindern des Baron Silberheim? Hat sie nicht später den Lehrer Roder geheiratet? Hat sie nicht Glück und Kummer und Verbannung mit ihm geteilt?