„Lebt alle wohl! Ein fröhliches Wiedersehn! Alle! En avant, Rezensent!“ schreit der Doktor, über die Gartenhecke und den Chausseegraben springend, und rennt, ohne sich umzusehen, dem Walde zu. Am Rande bleibt er noch einmal stehen und schwenkt den Hut.
„Smollis!“ ruft der Lehrer, ihm mit einem Glase zuwinkend. „Grüß die Münchener Cousine, die hübsche Nannerl!“
„Fiducit! Soll geschehen!“ ruft der Doktor zurück und verschwindet hinter den Büschen. Rezensent steht noch am Rande, blickt nach uns herüber und stößt ein kurzes Gebell aus.
Jetzt ist auch er verschwunden.
Wir sitzen noch eine Weile still allein.
„Gott gebe dem ehrlichen alten Gesellen Glück!“ sagt der Lehrer vor sich hin. Ein Omnibus will eben nach der Stadt abfahren. Was sollen wir noch hier? Wir nehmen Plätze und steigen ein.
Zurück geht’s nun nach der großen Stadt, die staubige Landstraße hinunter. Fröhliche Gesichter jedes Alters und Geschlechts um uns her im dichtbepackten Wagen! Wie die Sonne so prächtig untergeht! Ade, du schöner Wald! Ade, du alter Freund Wimmer! —
Da sind wir schon in den Anlagen. Welche sonntäglich geputzte Menge noch ein- und ausströmt! Wir steigen aus auf dem freien Platz vor dem Tor; den Weg durch die Stadt bis in unsere Sperlingsgasse können wir wohl noch zu Fuße machen.
Da sind wir, als es eben dämmerig wird. Sieh, dort steht die alte Martha strickend vor der Tür; sie erblickt uns und ruft:
„Guten Abend, guten Abend!“