„Dieses weniger!“ erschallt unten die Schülerredensart, und mich wundert wirklich, daß der Bengel diesmal nicht die noch dazu gehörende weise Benachrichtigung damit verbindet: Aber mein Bruder bläst die Flöte.
„Hast Du Dein Exer?“ (scilicet citium) ruft Elise.
„Versteht sich; fix und fertig, komm herunter, Du kannst es ihm hinaufbringen.“
Elise sieht mich fragend an, und ich nicke. Herunter ist sie wie der Blitz, und ich gehe ans offene Fenster, hüte mich aber wohl, etwas von meiner werten Persönlichkeit sehen zu lassen.
„Du bist aber schnell damit fertig geworden, Gustav!“ sagt Elise, und ich stelle mir eben lebhaft vor, wie der Schlingel grinst, als er ihr sein Machwerk einhändigt.
„Mit Geduld und Spucke
Fängt man jede Mucke!“
lautet die Antwort: „Hier, nimm Dich in acht, es ist noch naß; und höre, Lischen — komm schnell wieder herunter, eh er hineingeguckt hat; er könnte mich noch zurückrufen!“
„Taugenichts! das mag was schönes sein!“ moralisiert Elise, die ich nun die Treppe heraufkommen höre.
„Da ist’s, Onkel!“ ruft sie in die kaum handbreit geöffnete Tür, wirft das edle Manuskript auf den nächsten Stuhl, schlägt die Tür zu, und — in drei Sätzen ist sie die Treppe hinunter.