„So? — was habt Ihr denn wieder vorgehabt?“
„Ich kann mich auf weiteres nicht einlassen!“ sagt der „denkende Künstler“, zieht ein wehmütig-seinsollendes Gesicht und verschwindet unter der Menge.
„Wenn die Sachen so stehen,“ lacht der alte Frey, „so werden die Mädchen jetzt wohl bei der Wäsche und Theologie sitzen. Kommen Sie, wir müssen uns doch erkundigen, was der Friedensstifter (machte er seine Sache nicht prächtig?) da für Unheil und Unfrieden angestiftet hat?“
„Ich kann’s mir schon vorstellen,“ brumme ich in den Bart, und so schlagen wir uns seitwärts ins Gebüsch und gelangen zu unserm Tisch zurück.
„Richtig, da sitzen die Turteltäubchen!“ ruft der Professor. „Wie andächtig sie dem Oberlehrer Besenmeier zuzuhören scheinen und doch ganz wo anders sind! Kurre, kurre, kurre, Fräulein Elise, mein Täubchen, was hat Ihnen denn ein gewisser — hm — gewisser ‚Teekessel‘ getan?“
„Wer?“ fragt Lischen, die sich dicht an die Tante gedrängt hat und von ihr mit einem gewaltigen Tuche umwickelt ist, während Henriette an ihrer andern Seite emsig sich mit ihrer Teetasse beschäftigt.
„Wer? fragst Du!“ nehme ich das Wort. „Nun wir begegneten eben jemand, der ziemlich nahe am — ‚Überkochen‘ war.“
„Ach, Du meinst den Vetter! — Pah — Der!“
„Nun, was hat’s gegeben? Tante Helene, hat sie Ihnen vielleicht schon ihr Herz ausgeschüttet?“
„Nein!“ sagt die Tante. „Haben sie sich wieder gezankt?“