Der alte Müller Bodenhagen sagte aber ruhig:

„Er hat sich eine vergebliche Mühe gemacht, Musjeh. Meine Schuld ist es nicht, Korporal Brand. Das Wasser schreiet wohl, aber sehen läßt sich selten etwas, und das ist auch das Beste.“

Die anwesende Gesellschaft, die trotz allem vollauf genügenden Grauen und Gruseln gehofft hatte, von den beiden mutigen Kriegsleuten noch etwas Grauligeres zu vernehmen, fühlte sich getäuscht, wenngleich niemand dieses zu sagen wagte. Es ist still geblieben, und die Freundschaft von Groß-Förste, die am Nachmittage auf dem Wiesenwege angekommen war, stieg nach einem bedrückten Abschiede auf den Leiterwagen und fuhr wieder ab auf dem Fahrwege. Ebenso die Vetternschaft aus Harsum und aus Pattensen.

Als der junge Müller seine Braut auf den Wagen hob, erschien sie ihm beim Lichte der Laternen merkwürdig bleich, und sie schluchzte auch:

„O Albrecht, ich werde toll, wenn ich erst ganz bei dir bin und einmal allein sitze und die Innerste schreit!“

„Binde dir selber keine Dummheiten auf und laß dir keine aufbinden!“ lachte der Bräutigam, doch klang sein Lachen gar nicht lustig.

Was der Göttingensche Hofrat und Professor zu dem Rate des Korporals Jochen Brand gesagt haben würde, können wir leider nicht wissen: seine Ansicht darüber wäre uns aber sicherlich höchst willkommen gewesen.

Siebentes Kapitel.