Die Wiesen liegen hart dabei

Und klingen ganz vom Lustgeschrei

Der Schaf’ und ihrer Hirten, —

und von dem lustig-lebendigen Rade her fiel eine Männerstimme in das Loblied des Sommers ein; der neue Herr der Mühle, Meister Albrecht Bodenhagen, sang mit, und er hatte allen Grund dazu; denn es war eine schmucke Frau aus der Jungfer Papenberg geworden, er — Herr der Mühle an der Innerste oberhalb Sarstedt, und die Innerste war ein nahrhaftes Wasser: wer je Übles von ihr gesprochen hatte, der mochte die Verantwortung auf seine eigene Kappe nehmen.

Ja, wenn nur drüben jenseits der Innerste im Weidengebüsch die Augen der Nixe nicht gewesen wären.

Der Müller Albrecht Bodenhagen hörte Paul Gerhardts Sommerlied durch das Geklapper seiner Mühle, durch das Rauschen seines Baches, und sein Herz klopfte auch immer lebendiger. Er hielt es nicht länger aus:

„Die unverdrossne Bienenschar

Fleugt hin und her, sucht hier und dar

Sich edle Honigspeise!“

jauchzte er und kam auch in den Garten gesprungen. Die alte Frau am Fenster legte die Hand über die Augen zum Schutze gegen das Licht und schüttelte ob der lustigen Jagd, die jetzt um die Büsche anhob, den Kopf.