Der Kellermeister ging zu ihm hinein, nachdem er dem Bruder Henricus heimtückisch-schalkhaft den Ellenbogen in die Seite gestoßen hatte. Der Bruder Henricus wartete vor der Tür; aber er hatte gar nicht lange zu warten.
„Seine Hochwürden lassen dich grüßen, mein Sohn, und geben dir ihren Segen —“
„Und?“
„Er hätte mir beinahe das erste, was ihm unter seiner Bettstatt zuhanden kam, an den Kopf geworfen. Morgen bei guter Zeit will er mit dir reden und dich anhören, mein Sohn. Wünschest du nun vielleicht, daß wir auch zum Bruder von dem Felde, dem Vater Florentius, dem Herrn Subprior, uns verfügen?“
„Ich denke, wir lassen es hiermit bewenden,“ meinte der Bruder Henricus ein wenig kläglich und verdrossen.
„Oder zum Vater Metternich, unserm guten Probst Ferdinandus?“
Der Bruder Henricus schüttelte nur den Kopf.
„Dann komme du wieder mit mir! Ich bin der einzige im Stift, der dir noch ein Nachtessen und einen Trunk verschafft.“
Der Vater Adelhardus legte traulich seinen Arm in den seines greisen Sohnes: „Ich sagte es dir ja; die Mühe hätten wir uns ersparen können,“ sagte er, als sie wieder in seinem Gemache vor dem Schinken und dem Truthahn saßen, und der Bruder Henricus den vorbemeldeten Humpen nach einem langen, langen Zuge, — wiederum seufzend, aber diesmal ganz behaglich — seinem — besten Freunde im Stift Corvey zum ersten Mal zurückschob, nämlich zu neuer Füllung aus einem der ungeheuerlichen grauen Steinkrüge mit dem in Blau gemalten Wappen der Abtei.