[99] Es war damals in England sehr controvers, ob die Navigationsacte mehr genützt, oder geschadet habe. So versichert z. B. Roger Coke (s. unten Kapitel VIII), es sei der Schiffbau in England um 1653 wohl etliche dreissig Procent theuerer gewesen, als vor der Navigationsacte 1651; auch die Matrosenlöhne seien dermassen gestiegen, dass England seinen russischen und grönländischen Handel völlig an die Holländer verloren habe. Doch spricht um dieselbe Zeit der berühmte Holländer Jean de Wit Mémoires p. 220 ff. die Befürchtung aus, das Gesetz werde einen grossen Theil der holländischen Rhederei nach England hinüberziehen.

[100] In der Praxis hatten die Engländer schon seit 1663 das alte Verbot, Geld auszuführen, auf die in England selbst geprägten Münzen beschränkt.

[101] Von einer andern Seite her wird diese Ansicht in folgender, höchst merkwürdigen Broschüre unterstützt: Reasons for a limited exportation of wool. London 1677. (24 p. in 4.) Ihr zufolge soll die Prohibition mit einem billigen Ausfuhrzolle vertauscht werden. Und zwar wird als Hauptgrund dafür angegeben, dass die Landbesitzer des Königreiches ein wichtigeres Interesse verträten, als die Paar Wollarbeiter und Kaufleute, welche Manufacturwaaren ausführen. 1) Weil jene die Herren und Eigenthümer vom Grunde alles Nationalreichthums in England sind, indem aller Profit aus dem, ihnen gehörenden, Boden entspringt. 2) Weil sie alle Steuern und öffentlichen Lasten tragen; indem diese allein auf diejenigen drücken, welche kaufen, ohne zu verkaufen. Die Verkäufer nämlich pflegen, der Steuer entsprechend, ihre Waarenpreise zu erhöhen, oder die Güte ihrer Waaren zu verschlechtern (p. 5).

[102] Wie bedeutend Child noch lange nach seinem Tode geschätzt wurde, erhellt z. B. aus J. Gee The trade and navigation of Great-Britain considered (1730) recht deutlich. Im Jahre 1797 nennt ihn Sir F. M. Eden (State of the poor I, 187), also ein Mann, welcher dem Adam Smith'schen Standpunkte angehört, this acknowledged oracle of trade.

[103] Vgl. Evelyn Memoirs I, 474 fg. (4. ed.)

[104] Die Originale sind zum Theil verbrannt; dagegen finden sich Copien im Besitze der Pariser Bibliothek, welche Petty für sich hatte anfertigen lassen, die aber auf der Ueberfahrt nach England von einem französischen Kaper genommen waren. (MacCulloch Literature of political economy, p. 211.)

[105] Vgl. das Leben Pettys in der Londoner Ausgabe seiner Essays von 1755.

[106] Pepys Diary II, 145. (ed. in 8.)

[107] Five Essays in political arithmetick (1687), No. 3. (Several Essays p. 78 ff.)

[108] Political anatomy of Ireland, p. 54 ff.