Als er dem trotzigen König von Böhmen sein deutsches Königsrecht wies, blieben die Großen und Grafen daheim, und wenig Ritter zogen mit ihm, die Schlacht auf dem Marchfeld zu schlagen.

Der Habsburger aber gewann die Schlacht mit dem Zollern, und der stolze König von Böhmen lag tot auf dem Marchfeld: der Feldhauptmann war Herr in der Ostmark und säumte nicht, seine Söhne reich zu belehnen.

So war er selber ein Großer an Hausmacht geworden; aber sie zu behalten, mußte der Habsburger Feldhauptmann bleiben: das Feldlager war seine Burg und der Krieg mit den Kleinen sein tägliches Handwerk.

Um seine hagere Gestalt war kein Glanz, und die Krone saß schlecht auf dem Graukopf: die Kaiserpracht blieb mit den Staufern verschwunden, kein römisches Reich spannte fortan den Bogen der Macht über die Völker.

Aber die Bürgerschaft hatte das Schwert ihrer Ordnung, und das Volk war dem Habsburger günstig gesinnt, der die Raubritter aufhing und in schnurrigen Späßen als derber Spaßvogel umging.

Die Eidgenossen

Als Rudolf von Habsburg noch schwäbischer Graf war, hielt er zu Altdorf Gericht im Namen des Kaisers; denn die Waldstätten hatten den Brief des Sizilianers, der ihnen die Reichsfreiheit beschwor.

Rudolf von Habsburg war stark und gerecht, aber Albrecht, sein einäugiger Sohn ritt stolz in den Tag; er dämpfte den Hochmut der rheinischen Kurfürsten und lachte der trotzigen Bauern.

Er setzte den Waldstätten Ritter als Vögte; der Landammann durfte der freien Gemeinde nicht mehr im Namen des Königs Recht sprechen.

Aber die Waldstätten schwuren den Bund auf dem Rütli: Werner Stauffacher aus Steinen bei Schwyz, Walter Fürst aus Uri und Arnold von Melchtal in Unterwalden kamen zur Nacht auf die heimliche Wiese und schwuren im frühen Tag, keine Burg und keinen Vogt in ihrer Freiheit zu dulden.