Die aus Nebel und Not ihrer Flucht in die lässige Fülle der Mittelmeergärten gelangten, malten das Bild des göttlichen Daseins mit lockenden Farben, malten es aus mit dem Glanz ihres irdischen Glücks, mit dem schuldvollen Tun ihrer menschlichen Schwächen.

Auf dem olympischen Freudensitz saßen bei Mahl und Trank die glückreichen Götter; die gleich den Menschen Schwertherren waren, rühmten sich ihrer Taten und Listen und bestritten einander den Rang ihrer himmlischen Geltung.

Wohl hießen sie Zeus den Vater und Fürsten der Göttergewalt, aber die Fülle selbstherrlicher Macht hing verstrickt in menschlichen Trieben; Hera, die Herrin des Hauses, war seiner Treue nicht froh.

Im Schalkspiel sinnenfroher Verkleidung trieben die ungebändigten Wünsche der Götter die Abenteuer der Erde, sie hoben die Lust ihrer Laster ins himmlische Licht und die Tracht ihrer Tugend.

Gnade und Groll ihrer Laune verkehrten den Menschen die Tage aus flüchtiger Freude in trostlose Trauer; aber sie standen im Schicksal wie sie als kurze Tyrannen.

Die Griechen

Jahrhunderte gingen den Schwertherren hin; ihr Glück prahlte laut in den Gärten; die Könige bauten Burgen auf klippigen Küsten, der Ruhm ihrer Taten blähte die Segel kielfester Schiffe.

Troja hieß die Burg und die Stadt über dem Meer, die sie gemeinsam berannten; zehn Jahre lang lagen sie da im Schutz ihrer Schiffe, hoben die Schwerter und Schilde der Helden im Ruhm ihrer Sänger und bestritten den Göttern die Ehre.

Da wurde Ajax die starre Kraft, Achilles die rasende Stärke, Odysseus die biegsame List, Nestor die weise Erfahrung: da trat der olympische Himmel der Götter ins Schaubild menschlicher Taten.