Dietrich von Falkenberg lag unter den rauchenden Trümmern begraben, den Prinzen von Brandenburg fingen die Söldner lebendig; er wurde in Wien wieder katholisch und lebte noch lange sein wohlbehütetes Leben.

Gustav Adolf

Den Schneekönig hießen sie ihn in der Hofburg des Kaisers: er würde bald schmelzen, wenn er den Norden verließe; auch wurden die Schweden Goten genannt, der römische Spott war darin über die neuen Barbaren.

Aber der schwedische König kam in das Reich, wie ein Seefahrer seine Segel auf Sturm stellt: er prüfte den Anker und sah nach den Sternen; er wußte das Wagnis, aber er kannte sein Schiff und kannte die Kunst, es zu lenken.

Wie es vorzeiten geschah, als Dietrich, der starkweise, Ravenna und Rom zu gewinnen gedachte, waren die schwedischen Männer ein Volk und Schwert gegen die Söldner des Kaisers.

Tilly, der Feldherr und Sieger in hundert Schlachten, sah die Stärke des Königs; aber er sah auch, wie Argwohn und Zweifel der Fürsten dem Schweden die Schritte verstellten: er dachte ihn langsam zu schwächen, bevor er ihn finge.

Als aber Magdeburg sank und als die Brunnen der evangelischen Wehklage aufbrachen, entbrannte dem König der Zorn: herrisch und hart zwang er die Fürsten von Sachsen und Brandenburg in seinen Gehorsam.

Und als er Tilly im Breitenfeld stellte, teilte er klüglich die Seinen ab von den Sachsen, daß ihre Furcht nicht seine Schweden verwirre: die Sachsen liefen bis Eilenburg; als aber Tilly den Flüchtenden folgte, nahmen die Schweden ihn scharf in die Zange.

Der Feldherr und Sieger in hundert Schlachten mußte dem König das Feld überlassen, als er glaubte, es zu gewinnen; kaum, daß er den Rest seiner Söldner nach Halberstadt brachte.