Die Bataillone des Korsen marschierten, und ihre Hörner klangen hinein, als der Leineweberssohn aus der Lausitz die Deutschen aufrief, wieder Deutsche im Schicksal der Herkunft und Sendung zu sein.

Die Stimme des mutigen Mannes verhallte, aber das Wort, einmal gesprochen, fiel als die Saat in furchtsame Herzen und ging als die Ernte der deutschen Gläubigkeit auf.

Pestalozzi

Es war ein Schweizer, Sohn einer Witwe in Zürich, der früher als einer das Elend des Landvolkes sah, wie es in Armut und mühsamer Arbeit sein Leben hinbrachte, wie es unwissend und blöd, abergläubisch, furchtsam und faul in der Fron reicher Stadtleute war.

Er wollte ihm helfen, doch nicht wie ein Reicher an der Kirchentür Almosen gibt: Gerechtigkeit sollte dem Armen das Herz in die Sonne heben, darin er den Reichen mit Groll lustwandeln sah.

Aber Gerechtigkeit kam, das mußte der Sohn einer Witwe in Zürich frühzeitig erfahren, nicht aus den Herzen der Edlen allein in die Welt: sie brauchte das Schwert und die Waage, Macht und Gewicht, und daß sie den Armen mitwog, mußte er selber gewichtig sein.

Bildung allein könnte den Armen erheben, daß er das seine zu fordern verstünde, Bildung allein machte ihn frei zu den Gütern des Lebens, Bildung allein konnte dem Haus des Unrechts die Treppe einbauen, daß die Stockwerke der Stände und Klassen einander in Menschlichkeit fänden.

Pestalozzi, der Menschenfreund, mußte mit eisgrauem Haar ein Schulmeister werden; im Neuhof und danach in Stans war er ein liebender Vater der Armen und Waisen, in Burgdorf und Ifferten wurde sein zorniger Eifer der Lehrer der Menschheit.

Denn als er den Kindern der Armen die Bildung zu bringen ausging, suchte sein liebender Eifer vergebens die Lehrer; der Gang der Natur, der das Kind aus dem Schoß der Mutter fröhlich ins Leben brachte, fehlte den Schulen der Armen und Reichen.

Schulmeister trieben ihr hartes Gewerbe mit Schelten und Strafen; trockenes Klapperwerk war, wo Liebe und Einsicht, Frohsinn und Freisinn, Vernunft und Methode sein sollten.