Feder und Freiheit ließ Hecker dahinten, sein Leben zu retten; so hitzig sie suchten, sie fingen ihn nicht, so gern sie es wollten, sie konnten den Fürsprech aus Mannheim nicht hängen.

Wie eine Hummel summte das Heckerlied hin über die Straßen und Dörfer, der deutschen Republik dennoch die Herzen zu wecken.

In der Paulskirche

Indessen im Reich solches geschah, indessen sich Groll, Blut und Haß mit Narrheit und Niedertracht mischten im fressenden Brand der Empörung, brach aus den Herzen der Guten die Flamme; die deutsche Seele erwachte und wollte das Land der Väter erneuern in freier Gestaltung.

Aus allen Gauen der deutschen Gemeinde kamen die Männer nach Frankfurt, gewählt durch die Stimme des Volkes, dem Vaterland eine Verfassung, eine Gewalt, ein Gesetz und eine Freiheit zu bringen.

Die Glocken der alten Kaiserstadt schwollen zu mächtigem Klang; Fahnen und Blumen und jubelndes Volk war um die Männer, als sie vom Römer zur Paulskirche gingen, das deutsche Parlament zu beginnen.

Endlich war Wirklichkeit da, wo die Sehnsucht schon nichts mehr erhoffte; grau und gebeugt standen die Männer, die einmal Befreier des Vaterlandes hießen von einem Tyrannen, um ihrer mehr zu gewinnen, als Höfe und Landesherren waren: sie sahen den Tag und weinten.

Denn nun war das Wunder des Dichters geschehen: von der Maas bis zur Memel, von der Etsch bis zum Belt waren die Deutschen gekommen, und keine fürstliche Willkür konnte sie hindern; die Bundesgewalt mußte den Spruch der Paulskirche hören.

Daß ihr Spruch selber die Bundesgewalt sei, wählten die Männer Johann von Österreich als ihren Verwalter; sie hießen ihn Reichsverweser und gaben ihm Vollmacht, Minister des Reichs zu ernennen; sie aber wollten im Namen des Volkes das Haupt und Herz der Reichsgewalt bleiben.