Tausend, heißt es, fanden den Weg aus der letzten Vernichtung; das Schwert in der Hand und den blutigen Schaum ihres Untergangs brachten sie heim aus den Mittelmeergärten.

Das Abenteuer der gotischen Frühe war aus; die das Königsvolk waren der germanischen Welt, die den frühesten Kaisertraum träumten, die blonden Schwertherren der römischen Gärten sahen das blaue Land von den Bergen, darin sie flüchtig und fremd der fränkischen Königsmacht dienten.

Die Alemannen

Wo der Zackenwall der Kastelle das leere Zehntland umzäunte, wo das rote Gestein im braunen Gewässer des Mains sein Spiegelbild sah, vom hercynischen Wald hinüber zur Donau warfen die suebischen Völker der römischen Wacht den Speer in die Flanke.

Alemannen hießen den Römern die streitbaren Männer, die aus den weglosen Wäldern ritten, mit eckigem Schild und langem Schwert die Flüsse durchschwammen, trutzlachend dem römischen Helm das geringelte Blondhaar zu zeigen.

Die Stachelschnur riß: in die zerstörten Kastelle wehte der Schnee kalter Stürme, in den Weiden und Wäldern wuchsen die Dörfer der Sueben, der deutsche Pflug ging wieder im römischen Zehntland.

Über dem Rhein auf der Mauer des Schwarzwaldes hielten sie Wacht und sahen den Wasgenwald jenseits im Abend das fruchtbare Stromland beschatten.

Sie sahen im Süden den schimmernden Schneekranz der Berge über dem blauen Waldrücken des Jura, und ihre Kundschafter priesen das Land der blaugrünen Seen.

Sie ließen nicht ab von der lockenden Schau und sprengten die steinernen Riegel am Rhein; sie fuhren hinüber auf Schiffen und Flößen, sie fanden vom Hegau hinunter den See im Hügelgebreite.

Alisazas, die in der Fremde Sitzenden, hießen sie die, denen die Fahrt an den Wasgenwald glückte; aber sie füllten mählich das Stromland und bauten die Heimat der alemannischen Volksschaft hinüber ins Elsaß.