So sprach die Stimme von Westen und ihre Stelle war stärker als eine auf Erden; die neue Welt wollte der alten Schiedsrichter sein, aber sie konnte die Zeit nicht erwarten: sie wurde Kläger, Richter und Büttel.

Amerika kam in den Krieg, als Kläger, Richter und Büttel für England den Sieg zu erzwingen; England war die Gerechtigkeit, und Deutschland war der Verbrecher.

Aber die vierzehn Punkte waren geblieben; die selben Sätze sollten den Frieden bereiten und wurden das böseste Mittel des Krieges:

Granaten schütteten Feuer über die Front und Flieger Brand auf die Städte, aber sie konnten die Mauer aus Stahl und Treue und die Stärke der Heimat nicht brechen; die vierzehn Sätze trafen die Herzen und höhlten sie aus.

Denn so war der raunende Klang ihrer Stimme: der Frieden steht längst vor der Tür, nur die den Krieg führten, halten die Tür zu; Macht ringt mit Macht und will die Vernunft nicht hören; Macht mordet die Männer umsonst, und die Vernunft könnte ihr Leben erhalten!

Eine schleichende Krankheit fiel auf den Krieg, das Blut in den Adern zu schwächen; und mählich begann das deutsche Gewissen, sein gläubiges Recht mit der Sorge des Unrechts zu mischen.

Der letzte Ausfall

Das Ende kam, wie es mußte; aber als wollte es aller Tapferkeit höhnen, ließ es den deutschen Stern steigen, bis es den Glanz und das Glück der Macht in einem begrub.

Unbesiegt standen die Deutschen in Frankreich; das mächtige Zarenreich hatte der deutsche Hammer zerschlagen und den rumänischen Dünkel dazu; Italien mußte zuletzt seinen Schlag spüren.