Aber die Männer der dritten Zwietracht bauten die Arche, der Flut zu entrinnen; sie lachten des Gottes, der Himmel und Hölle bedurfte, auf Erden mächtig zu sein; sie wollten das dritte Reich finden, da weder Engel noch Teufel Gottes Allgegenwart störten.

Sie wollten des ewigen Grundes in allen Untiefen gewiß sein: wo eine Seele erwachte, war Gott ins Dasein getreten, in ihrer Unsterblichkeit war seine Stärke, in ihrer Liebe war seine Gnade, in ihrer Vollendung war seine Entfaltung.

So bauten die Männer der dritten Zwietracht die Arche, so fuhren sie gläubig hinein in die Nacht und Brandung der Zeit, den Berg der Eintracht zu finden, indessen die Sintflut dem Hochmut und Wahn den schäumenden Untergang brachte.

Wiederkunft

Das Land der Mitte zu heißen, ist Deutschlands Geschick: zwischen Versailles und Moskau liegen die Gräber seiner gefallenen Söhne, zwischen Versailles und Moskau liegt seine kommende Not.

Die rote Zwietracht reißt seine Hoffnung nach Osten, die goldene Spinne im Westen saugt ihm sein Blut; was es der einen läßt, muß es der andern nehmen: so ist es noch einmal das Schlachtfeld der Welt.

Denn nun kann nicht Frieden auf Erden gesungen sein, als bis das dritte Reich kam; aber das dritte Reich wird keinem der Völker gehören, die Menschheit wird sein Herrscher und Untertan heißen.

Die Menschheit will werden, aber sie kommt nicht mit Lorbeer und Psalmen: Gewalt muß Gewalt bezwingen, ein Meer von Blut muß den Abgrund ersäufen, daraus sie geboren sein will.

Versöhnung und Friedensschalmeien müssen verstummen, wenn der Abgrund zu kreißen beginnt; denn alles was dumm und gemein, was selbstsüchtig und eitel, was schlecht und schlau und zwiezüngig ist, will die Geburt stören.

Die rote Zwietracht im Osten wird einmal die goldene Spinne im Westen erschlagen; aber das rote Elend wird nach dem goldenen schreien, bis die erste Eintracht beginnt.