Der Waltende selber kam aus dem Weistum, der Königssohn aus dem Himmel trat in den Mittelraum ein, im Kranz seiner Degen ewige Weisheit zu künden.

Denn der den Heliand sang im Stabreim uralter Gesänge, war anderen Blutes als Paulus, der römische Jude: Nachfahre der Jünger in gläubiger Einfalt, kein grübelnder Geist weltfeindlicher Lehre.

Ihm tönte die Stimme der Liebe und Weisheit wieder, die Menschen zu lösen vom Leid, doch sprach sie deutsch und klang zu den Mannen und Degen.

In den Schlag der Schwerter sprach der Walter der Welt, der Söhne stärkster aus Bethlehemsburg stand auf als Schutzherr der Menschen gegen die grimmige Hel:

Und als der Fürst in die Hände des römischen Herzogs kam durch den Haß der jüdischen Großen, da zitterte Satan vor seinem Tod, daß er die Menschen erlöse.

Er mochte die Herzogin listig verleiten, daß sie ihn losbäte von ihrem Gemahl, die Waltung der ewigen Weisheit zu stören; der Landeswart aber wollte sterben am Kreuz und leiden als der Geringste, daß seine Wiederkunft offenbar würde den Zweiflern und Zagen als Zeugnis seiner göttlichen Sendung!

So brachte ein Sänger der Sachsen den Heliand deutsch in die Welt, aus Walhal geboren als göttlicher Held gegen Hel, die des Satans Mutter und Urfeindin der göttlichen Herrlichkeit war.

Kein Opferlamm mehr, im Tempel zur Schlachtbank geführt, als Versöhnungsopfer die Sünde zu sühnen nach jüdischem Priestergesetz: ein König der Weisheit und Stärke, urkräftig aus ewigem Recht, kündete seine Wiederkunft an.

Die Heliandsburgen

In Worms, in Speyer, in Mainz und in Köln stand ihre Steingewalt auf aus dem mannhaften Glauben der Zeit, den Lindwürmern gleich der salischen Sagen mit schuppigem Rücken und kräftig umgürtet im steinernen Knochengerüst.