Da dem geschlagenen Bischof sein Helm nicht half, nahm er den grünen Hut und sprach die Bauern des ketzerischen Aufruhrs schuldig.

Konrad, der Ketzermeister, ließ seine Hunde los, der Papst hieß einen Kreuzzug predigen, und wie zuvor in Frankreich zog ein Kreuzheer ins Friesenland, dem Gottesstaat zu dienen mit Brand und Mord.

Tammo von Hunthorpe, Bolke von Bardenfleet und Detmar von Damme taten den Schwur der Dreimänner; sie riefen den Gaubann der Stedinger auf, erschlugen den Grafen von Oldenburg samt zweihundert Rittern und jagten das Kreuzheer mit Spott durch die Sümpfe.

Da wurden die Stedinger vogelfrei; der sich König der Deutschen nannte, der Sizilianer Friedrich der Zweite, gab die Acht zu dem Bann: mit Bullen und mit Kreuzpredigten rafften die weltgeistlichen Herren ein unmäßiges Heer, die Stedinger Freiheit zu fangen.

Auf allen Straßen der norddeutschen Länder ritten die Reisigen an auf gepanzerten Rossen, vierzigtausend gezählt mit den Knechten, im Namen Christi zur Ketzerjagd.

Viertausend Ritter lagen erschlagen bei Altenesch; aber wo einer fiel, standen neun wieder da, und ihre gepanzerten Rosse zerstampften das Fußvolk der Bauern.

So gingen die Stedinger ein in den Gottesstaat kreuzfahrender Henker, als Ketzer verbrannt, gleich tollen Hunden erschlagen; sie büßten den Bann der kirchlichen Mächte und schmeckten die irdische Acht; sie webten mit blutigen Fäden ihr Bild in den Teppich der Freiheit.

Der Kinderkreuzzug

Immer noch raste das Fieber des heiligen Grabes und schäumte die Flut seiner Heere und Horden hinüber ins Morgenland.

Aber längst hielt Saladins mächtige Hand Jerusalems Tore geschlossen, nur an den steinigen Küsten des heiligen Landes ging der Kampf um die ärmlichen Burgen.