Mich überfluteten, sobald ich Nina die Hand reichen mußte, Ströme von Zärtlichkeit und Anbetung. Ich beobachtete, daß ihr Fuß beim Auftreten die Form nicht veränderte. Ich liebte sie, – o mein Gott, wie ich sie liebte! Ich begann zu fiebern und wurde von Angst ergriffen. Ich dachte daran, daß ich heute abend allein in meinem Zimmer sein würde. Irgend etwas müßte bis dahin geschehen, irgend etwas, das mich mit einem unerhörten Glück erfüllte, ein Blick von ihr, ein Wort, ein Kuß ...

„Sie sind unaufmerksam. Passen Sie auf – vis-à-vis!“

Ich sah einem blonden Mädchen in die Augen, verbeugte mich und trat mit Nina zurück.

„Was spielen Sie?“

„Wie?“

Wir wurden getrennt.

„Ich meine, was Sie im Theater spielen?“

Ich tanzte an drei jungen Mädchen vorbei, gab einer jeden die Hand und verbeugte mich wieder vor Nina.

„Hebbels Clara.“

„Ah ...“