„Wie –?“
Wolfgang bewegt seine Hand in einer sehr sprechenden, etwas frivolen Art.
„Mein Gott, ... wir vergessen, daß unsere Väter auch jung waren ... Mein Vater lebte hier allein ... na und ... wie das so kommt.“
Er geht mit graziösem Schritt fort, um die Gabeln vom Graben zu holen.
Ich schüttle den Kopf, wundere mich und vergesse im nächsten Augenblick alles.
Wir arbeiten schweigsam fort.
Hans Kietschmann steht zusammen mit einem Bauern oben auf dem Wagen und packt das Korn auf. Neben uns sind Weiber, die von Zeit zu Zeit miteinander sprechen. Ein leichter, von der aufsteigenden Sonne gewärmter Wind trägt aus der Richtung der anderen Wagen den Schall von Reden und Gelächter zu uns herüber.
Es beginnt allmählich heiß zu werden. Die Augen schmerzen ein wenig; ich sehe nichts als flimmerndes Gelb. Die Weiber riechen nach Schweiß. Die Ochsen sind von Fliegen geplagt und schlagen mit den Schwänzen kräftig umher. Ich fühle mich sehr wohl. Nina ist vergessen, vollkommen vergessen. Wie süß es ist, daran zu denken, daß ich Nina so völlig vergessen habe.
Es schlägt zwölf Uhr, wir hören mit der Feldarbeit auf, trinken Wasser und ziehen die Jacken an.
Ich gebe Wolfgang die Hand.