Eine Stille.

„Ich verstehe nicht, – wie?“

Der Knabe schlug sich mit der flachen Hand auf den Schenkel und begann sehr herzlich und sehr laut zu lachen.

„Zum Teufel, das war eine prachtvolle Einleitung!“

Er legte ungezwungen und weltmännisch seine Hand auf meinen Arm.

„Lieber Regnitz, man gibt heute nachmittag bei uns eine Gesellschaft. Es wird vermutlich ganz witzig werden ... Jungens und Mädchen ... Schokolade, Tanz und so ... Meine Mutter liebt das sehr, ... willst du uns das Vergnügen machen?“

Ich sah den Jungen erstaunt an; er gefiel mir außerordentlich. Aber ich hatte es mir bislang in solchem Maße zur Pflicht gemacht, die Schulkameraden abweisend und hochmütig zu behandeln, daß ich auch jetzt nicht vermochte, mein gewöhnliches Betragen mit einem freundlicheren zu vertauschen.

„Du bist sehr liebenswürdig ... Entschuldige mich, ich habe deinen Namen vergessen.“

„Ich heiße Wolfgang Seyderhelm.“

„Ich danke dir sehr für deine Einladung, Wolfgang Seyderhelm. Leider ist es mir nicht möglich, sie anzunehmen, da ich heute bereits eingeladen bin.“