Ich sah lange Zeit hinaus und träumte. Ich fühlte, daß mich Nina unausgesetzt betrachtete. Später vergaß ich es.

Eine Hand lag auf der Decke. Es war Ninas Hand.

„Darf ich sie küssen?“ fragte ich.

Nina lachte mit einem hellen Ton. Es klang, als fiele ein kleiner silberner Hammer schnell auf Metall.

Ich küßte die Hand und dachte dabei an den Förster, der durch den Wald ging und Eicheln über die Erde streute. Ich küßte keine lebendige Haut, sondern Wildleder, dänisches Wildleder. Ich küßte dieses Leder noch einige Male und ließ die Hand dann fahren. Ich empfand kein besonderes Vergnügen dabei und wunderte mich. Wahrscheinlich träumte ich dies alles nur, sonst wäre ich doch wohl anders gewesen. Ich hätte vielleicht geschrieen ...?

Es begann langsam zu regnen. Ich streckte die Hand hinaus. Große warme Tropfen fielen hernieder.

„Wir werden morgen nicht Tennis spielen können,“ sagte ich schläfrig.

„Ja,“ erwiderte Nina verwundert.

Ach so, ich reise ja morgen fort, dachte ich. Wie ungeschickt!

Ich träumte fort, sah Steine, Wolken und Bäume vorbeieilen; oben sprach Wolfgang irgend etwas, was ich nicht verstand, und der Donner wurde stärker, immer stärker.