Nein, ich werde morgen nicht fortreisen. Ich werde mich heute Abend töten.

Schafe standen zusammengedrängt und fürchteten sich ... Sieh da, Schafe ... „Und es waren Hirten in derselbigen Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihrer Herde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herren leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, siehe, ich verkündige euch große Freude ...“ wie schön, – siehe, ich verkünde euch große Freude! Mir war mit einem Male, als sei mein Körper durchströmt von gutem warmem Blut. Es war ja alles gar nicht so schlimm! Denn ich verkünde euch große Freude ...

Da – was war das? Eine bebende Hand griff nach meiner. Mein Traum zerriß – –

„Nina!“

Ich schrie.

„Sei still, um Gottes willen ...“

„Hallo, was gibt’s?“ fragte Wolfgang.

„Nichts. Ninas Haar im Wind ...“

Ich riß Nina an mich, überflutete ihr Antlitz mit Küssen, umarmte ihre Kniee und biß in ihre Lippen und Hände ...

„Laß ... Laß ... Du bist verrückt.“