Im Elsass beschrieb ein ungenannter Mönch von Neuweiler bei Zabern die Uebertragung des Bischofs Adelphus von Metz, den ihnen Erzbischof Drogo abgelassen hatte, mit Wundern, worin viele Ortsnamen vorkommen[68].


[1] Casus S. Galli ed. Ild. v. Arx, MG. SS. II, 59-183 (bis zum Jahre 1233). Zwischen 833 und 890 ist ein Stück verloren, auf welches sich Ekkehard in seiner Fortsetzung MG. II, 83 mit den Worten bezieht: Kerhaldo (corr. Bernhardo) itaque abbate, ut alias in alio libro relatum est, deposito (890). In d. neuen Ausg. c. 11 S. 37 fehlen die Worte in alio libro. Nach G. Scherrer, Verz. S. 9 u. 166, hat Jod. Metzler († 1639) noch eine verlorene Quelle gehabt. — Ratperti Casus S. Galli nach obiger Ausgabe bei Migne CXXVI, 1055-1080. Neue Ausg. von G. Meyer von Knonau in den St. Galler Mittheilungen zur vaterl. Gesch. XIII. mit ausführl. Commentar u. Excursen. Desgleichen Ekkeharti (IV) Casus S. Galli ebenda XV. XVI. 1877. Mit den Vitis et miraculis Galli et Otmari auch besonders ausgegeben als St. Gall. Geschichtsquellen. — Catal. abb. S. Galli, Augiensium, epp. Constantt. MG. II, 34-39; ersterer neu herausgegeben u. bearbeitet von G. Meyer von Knonau, Mittheil. XI, 125-138; v. Holder-Egger SS. XIII, 326-330; Aug. ib. p. 331; Const. p. 324. — Mitth. XI, 1-124 St. Galler Todtenbuch und Verbrüderungen, von E. Dümmler und H. Wartmann; S. 6 über das um 817 angelegte Verbrüderungsbuch. Dieses ist jetzt von P. Piper herausgegeben, MG. Libri Confraternitatum, 1884, 4. Verz. d. Constanzer Domgeistlichkeit s. XI. NA. XI, 408.

[2] Th. Sickel, St. Gallen unter den ersten Karolingern, in den Mittheilungen zur vaterl. Gesch. IV. 1865. Daß die Bischöfe doch auch über ihre formelle Berechtigung hinaus sich, wie es fast immer geschah, Uebergriffe erlaubt haben mögen, hebt Monod zu Ratperts Gunsten hervor, Revue crit. 1873, II, 409-413.

[3] Verse von König Ludwig und von dem Schotten Dungal an Baldo hat Dümmler herausgegeben im Arch. d. W. Ak. XXII, 289, vgl. S. 283, u. (mit Froben) auf ihn bezogen, folgt jedoch Poet. Lat. I, 412 Foltz, Gesch. d. Salzb. Bibl. S. 13, welcher den Salzburger Lehrer Baldo unterscheidet; s. unten [→ S. 292.]

[4] F. Keller, Bauriß des Klosters St. Gallen vom Jahr 820. Zürich 1844. Von dem etwas späteren Bau Grimalds heißt es im cod. 397: Aula palatinis perfecta est ista magistris, Insula pictores transmiserat Augia clara.

[5] Sie sind nur in dieser Form vorhanden, V. S. Othmari MG. II, 41 bis 47, und von G. Meyer von Knonau Mitth. XII, 94-113. Uebers. v. Potthast mit Vita S. Galli. Miracula S. Galli ib. 21-31 u. 62-93.

[6] Gedruckt bei Mabillon Act. II, 227-250. Neue Ausg. von R. Thuli, St. Gall. Mitth. XXIV (1890) S. 1-76. Daran knüpft sich eine Kritik in dem wunderlichen Dialog[←], welcher Notker u. Hartmann in den Mund gelegt, aber viel jünger ist, höchst confus u. voll chronolog. Widersprüche, bei Weidmann, Gesch. d. Stiftsbibl. S. 483-493 (S. 486 l. stropha statt scropha).

[7] Nur der Anfang MG. II, 31. Vollständig zuerst herausgegeben von Dümmler, Poet. Lat. II, 428-473, vgl. p. 266.

[8] Vgl. oben [→ S. 222.] Gegen Scherers einseitige Hervorhebung des Einflusses der Fulder Schule, s. Dümmler Ostfr. III, 655. Ein für Grimald scotice geschriebener Priscian bei F. Keller l. c. tab. XI, 2. Libri quos Gr. de suo dedicavit, bei Weidmann S. 396-400. Ein Recept de libro Grim. Zeitschr. f. D. Alt. XX, 214.